Von dem bisschen Regen lässt sich der Fußballernachwuchs nicht aufhalten. Foto: Herzog

Große Freude beim SV Waldmössingen: Das neue Kleinspielfeld ist feierlich eröffnet worden.

Schramberg-Waldmössingen - In nur wenigen Monaten Bauzeit hat der Sportverein Waldmössingen ein Kleinspielfeld für 430 000 Euro realisiert, mithilfe von Zuschüssen von Leader und vom Württembergischen Landessportbund.

Bevor Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Ortsvorsteher Reiner Ullrich und Leader-Schatzmeister Michael Lehrer bei der feierlichen Inbetriebnahme am Samstag auf das Tor schossen, sprach SVW-Finanzvorstand Thomas Kimmich von einem Tag, an dem sich der Verein äußerst glücklich schätzen dürfe, einen so aktiven Förderverein an seiner Seite zu haben. Ohne ihn wäre so ein Projekt nicht möglich. Ehrenpräsident und Fördervereins-Vorsitzender Gerhard Engeser pflege die Kontakte zu mehr als 70 Sponsoren und er werde nicht müde, die sozialen und gesellschaftlichen Dienste des Vereins in der Gemeinde in den Blickpunkt zu rücken. Diese Arbeit werde honoriert und so erhalte der Verein bei der Umsetzung von Projekten wie dem Kleinspielfeld finanzielle Unterstützung.

Auch beim stellvertretenden Fördervereins-Vorsitzenden Frank Schneider bedankte sich Kimmich für die Übernahme der Projektleitung und die Abwicklung des Kleinspielfelds im Rekordtempo. So etwas gelinge nur mit viel Organisationstalent. Entstanden sei die Idee durch die Sanierungsbedürftigkeit des Trainingsplatzes. Mit der Stadt sei vereinbart worden, Kleinspielfeld und Kunstrasenplatz in zwei Bauabschnitte zu trennen. Im Gegenzug habe die Stadt ihre Unterstützung beim Kunstrasenplatz zugesichert. "Frau Eisenlohr und Herr Ullrich, wir nehmen Sie gerne beim Wort und bedanken uns für das jetzt schon Erreichte“, sagte Kimmich augenzwinkernd.

Ein "Tag zum Feiern"

Die Stadtchefin sah trotz des Regens "einen Tag zum Feiern". Der lebendige Sportverein habe das Projekt "in einem unglaublichen Tempo" realisiert. Und es gehe ja noch weiter mit dem Bau eines Geräteschuppens. Es spreche für den Verein, dass er auch Kinder außerhalb Waldmössingens ausbilde und betreue, betonte die Oberbürgermeisterin.

Spielfeld "kann sich sehen lassen"

Ortsvorsteher Reiner Ullrich drückte seine Freude darüber aus, dass die Sportanlagen am Weiherwasen durch das Kleinspielfeld weiterentwickelt worden seien. Das neue Spielfeld diene nicht nur der Ortschaft und das Ergebnis könne sich sehen lassen. "Wir sind stolz, dass das Vorhaben so schnell umgesetzt und mit einem Pachtvertrag abgeschlossen worden ist. Es wird viel Spaß beim Erleben von Sport und Gemeinschaft bringen." war er sicher.

Michael Lehrer hat Förderplakette dabei

Michael Lehrer sah es als angenehme Aufgabe, die die Leader-Aktionsgruppe Mittlerer Schwarzwald mit dem Verteilen von Fördermitteln der Europäischen Union habe. Das Projekt Kunstrasen-Kleinspielfeld habe Leader in den Handlungsfeldern "Lebensqualität auf dem Land für jung und alt" und "naturnaher Tourismus" überzeugt. Besonders gepunktet habe das Schaffen eines Begegnungsraums für Jugend, Senioren, Eltern, Kinder, Einheimische und Zugezogene, hob der Schatzmeister hervor. Außerdem werde durch die Kooperation mit der Lebenshilfe Rottweil ein großer Beitrag zur Inklusion geleistet. Das Projekt überzeuge ebenso mit starker Bürgerbeteiligung in Form eines gemeinnützigen Vereins. "Wir freuen uns, dass Leader die Maßnahme mit 116 500 Euro bezuschusst und darf dem Verein die Plakette überreichen. Ich wünsche dem SV Waldmössingen resultierend aus dem neuen Platz sportlichen Erfolg, aber nicht immer gegen uns", scherzte Lehrer in seiner Funktion als Aichhalder Bürgermeister.

Auch der Bezirk gratuliert

Die Gratulationswünsche des Fußball-Bezirks Schwarzwald und des Württembergischen Fußballverbands überbrachte Willi Herzog mit einem Ballgeschenk. Wie er feststellte, sei es eine Freude, den Kindern beim Spielen zuzusehen. Besonders nach zwei Jahren Corona-Pandemie, in der vor allem sie gelitten hätten, so Herzog.