Unter anderem die Sportanlage am Rosenfelscampus und das Hallenbad in Lörrach könnten gefördert werden.
Die Stadt Lörrach hat fristgerecht Förderanträge im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingereicht. Ziel ist es, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an zentralen Sportstätten der Stadt umzusetzen und dabei externe Fördermöglichkeiten konsequent zu nutzen. Für Lörrach sind Programme wie dieses von großer Bedeutung, um kommunale Investitionen verantwortungsvoll, wirtschaftlich und langfristig planbar realisieren zu können, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.
Mit der Antragstellung für die Sanierung der Sportanlage Rosenfelscampus, für den weiteren Bauabschnitt der Schlossberghalle sowie für das Projekt „Zukunft Hallenbad“ unterstreicht die Stadt ihr strategisches Vorgehen: Wichtige Infrastrukturprojekte werden gezielt vorbereitet und dort, wo möglich, durch Fördermittel von Bund und Land ergänzt. Dies entlaste den städtischen Haushalt spürbar und leiste einen wichtigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung.
Hintergrund zum Bundesprogramm
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ wurde vom Bund initiiert, um dem erheblichen Sanierungsstau bei kommunalen Sportstätten entgegenzuwirken. Der Projektaufruf stieß bundesweit auf eine sehr große Resonanz: Im Zeitraum von Mitte November 2025 bis Mitte Januar 2026 gingen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mehr als 3600 Interessenbekundungen ein. Die beantragten Fördermittel übersteigen das zur Verfügung stehende Fördervolumen deutlich und unterstreichen den hohen Investitionsbedarf in der kommunalen Sportinfrastruktur.
„Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten sind wir als Kommune auf Förderprogramme wie das Bundesprogramm ‚Sanierung kommunaler Sportstätten‘ angewiesen“, wird Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić in der Mitteilung zitiert. „Die fristgerechte Bewerbung zeigt, dass Lörrach externe Fördermöglichkeiten aktiv nutzt, um notwendige Investitionen effizient, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert umzusetzen.“
Die beantragten Maßnahmen betreffen Sportstätten, die intensiv von Schulen, Vereinen und der breiten Öffentlichkeit genutzt werden. Ihre Sanierung sei nicht nur aus baulicher und sicherheitstechnischer Sicht erforderlich, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung der Sport- und Bildungsinfrastruktur in Lörrach.
Geplante Maßnahmen im Überblick
Zum einen geht es um die Sportanlage Rosenfelscampus:
• Eckpunkte: Anlage für drei Schulen und mehrere Vereine; betroffen sind Kunstrasen, Tartanbahn und Entwässerungssysteme
• Dringlichkeit: Sanierung notwendig für Sicherheit und Nutzbarkeit
• Budget: rund 840 000 Euro, davon bereits 168 000 Euro bewilligte Fördermittel
• Zeitraum Umsetzung: geplant 2026–2027
• Status: Entwurfsplanung abgeschlossen, Projekt umsetzungsreif
Zweitens geht es um die Schlossberghalle:
• Eckpunkte: Bau- und Technikmängel an Dach, Fenster, Fassade und im Gebäude, Elektrotechnik und Brandschutz; dritter Bauabschnitt soll offene Maßnahmen abschließen
• Dringlichkeit: Sanierung für Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Halle
• Budget: etwa 4,23 Millionen Euro
• Zeitraum Umsetzung: geplant 2026–2028
• Status: Vorplanung abgeschlossen, Entwurfsplanung in Vorbereitung
Auch das Projekt „Zukunft Hallenbad“ könnte bezuschusst werden.
• Eckpunkte: Modernisierung der Technik, Steigerung der Energieeffizienz und Attraktivität für Schulen, Vereine und Öffentlichkeit
• Dringlichkeit: Veraltete Technik, hohe Betriebskosten, steigende Nutzungsanforderungen
• Budget: in Grobplanung, Fördermittel beantragt
• Zeitraum Umsetzung: voraussichtlich ab 2026, nach Förderzusage
Die fristgerechte Antragstellung stellt noch keine Verpflichtung zur Umsetzung der Maßnahmen dar, schafft jedoch die Voraussetzung, im Falle einer Förderzusage zeitnah und verlässlich planen zu können, heißt es weiter. Die Stadt Lörrach setzt damit auf eine vorausschauende Finanz- und Investitionsstrategie.