Franz Schadt (rechts) und Maurice Ayasse wollen den TSV Neuhengstett zurück in die Kreisliga A führen. Foto: Kraushaar

Die Fußballer des TSV Neuhengstett gehen mit viel Zuversicht in die Spielrunde 2021/2022 der Kreisliga B, Staffel 1 – und mit einem neuen Trainer. Franz Schadt übernimmt die Nachfolge von Marco Grözinger.

Die Neuhengstetter haben in der abgebrochenen Saison 2020/2021 der Kreisliga B, Staffel 1, eine gute Rolle gespielt.

Unter der Regie von Trainer Marco Grözinger brachten es die Gelb-Schwarzen in acht Begegnungen auf 19 Punkte und beendeten die annullierte Spielrunde als Tabellenzweiter hinter dem SV Sulz am Eck (9 Spiele/22 Punkte) und vor dem 1. FC Egenhausen und dem TSV Haiterbach II (beide 18 Punkte).

Dennoch kommt es bei den Neuhengstetttern zu einem Wechsel auf der Kommandobrücke. Trainer Marco Grözinger hat sein Amt aus privaten Gründen aufgegeben, auch sein Co-Trainer Sebastian Gnad will kürzer treten.

"Ich wollte nicht weg, aber es geht einfach nicht mehr. Ich bin leidenschaftlicher Fußballer, aber ich kann Beruf und Sport einfach nicht mehr unter einen Hut bringen", sagt Marco Grözinger, der als Geschäftsführer eines familiengeführten Getränkehandels in Ostelsheim an sechs oder eher sieben Tage in der Woche eingespannt ist.

"Der TSV Neuhengstett ist ein toller Verein. Da hat für mich alles gepasst. Ich hatte schon zugesagt für die nächste Saison zugesagt, aber musste mir selbst gegenüber eingestehen, dass es einfach nicht geht. Verein und Mannschaft müssen sich auf den Trainer verlassen können. Ich kann einfach nicht verlässlich zusagen, dass ich wie gewohnt immer da bin, und da haben die Schwarz-Gelben nicht verdient", so der Ostelsheimer, der rein auf den Beruf angesprochen von einer Arbeitswoche von 70 oder mehr Stunden spricht.

Marco Grözinger:"Fußball bleibt weiter meine Leidenschaft"

"Fußball bleibt weiter meine Leidenschaft", sagt Marco Grözinger. Ich werde sonntags entweder in Neuheng-stett oder Ostelsheim, je nachdem, wer gerade ein Heimspiel hat, auf dem Sportplatz sein oder einfach auch mal mit meiner Frau unterwegs sein."

Die Verantwortlichen um Spielleiter Michael Bächtle und Abteilungsleiter Frank Rechlin sind auf der Suche nach einer Nachfolge für das scheidende Trainerduo bei Franz Schadt und Maurice Ayasse fündig geworden.

Franz Schadt, ehemaliger Landesligafußballer (TSV Möttlingen/SV Althengstett), hatte zuletzt den SV Oberkollbach trainiert und steigt in der Saison 2021/2022 beim TSV Neuhengstett ein. Das Engagement beim TSV Neuheng-stett bedeutet für den in Neuhausen wohnhaften Fußballtrainer nicht nur deutlich kürzere Fahrstrecken zum Trai-ning und zu den Spielen, er arbeitet in Zukunft auch wieder mit einer Mannschaft mit Perspektiven. Beim personell gebeutelten Schlusslicht SV Oberkollbach (nur ein einziger Punkt in sieben Spielen) waren die sportlichen Aussichten eher geringerer Art.

Dem neuen Chef auf der Kommandobrücke des ambitionierten B-Ligisten steht mit Maurice Ayasse als spielender Co-Trainer ein erfahrener Mann zu Seite, der die Mannschaft und den Verein in- und auswendig kennt. Maurice Ayasse hatte in der Vergangenheit schon Jugendmannschaften beim TSV Neuheng- stett trainiert und parallel Erfahrung als Co-Trainer bei der Gechinger Frauen-Mannschaft (Regionenliga) gesammelt.

Frank Rechlin:"Wir wollen auf jeden Fall um die vorderen Plätze mitspielen"

"Wir wollen auf jeden Fall um die vorderen Plätze mitspielen und sind überzeugt, dass wir dieses Ziel mit dem neuen Trainerteam erreichen können", erklärte Frank Rechlin. Franz Schadt ist aktuell beim TSV Neuhengstett zwar als reiner Trainer eingeplant, er wird aber seinen Pass mitbringen, um, wenn Not am Mann ist, selbst auf dem Platz aktiv eingreifen zu können.

Neben Franz Schadt wird sich der Kader des TSV Neuhengstett mit Lukas Rössle vom SV Althengstett (Mittelfeld/Außenbahn) und Rückkehrer Pascal Zeleny (SV Gebersheim) verstärken. Zeleny wird jedoch nach einer Schulterverletzung nicht mehr im Tor, sondern an vorderster Reihe im Sturm spielen.

Den "Neuen" stehen mit Philipp Strasser (zum Bezirksligisten SV Gültlingen) und Amon Burger (bleibt im Verein, ist beruflich jedoch an einem anderen Standort tätig) zwei Abgänge gegenüber.

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