Gelegenheit, zu glänzen, hat ein Konzert den jungen Musikern geboten, die im Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ antreten werden. Der Name des Veranstalters war das Prädikat für das Programm: „Spitzenklänge“.
Eine Freude war es, den Jugendlichen des Vereins „Spitzenklänge“ beim Musizieren zuzuhören und zu erleben, mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind: Vize-Vorsitzende Renate Musat freute sich, dass so viele hören wollten, was die jungen Talente in zwei Wochen beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ präsentieren werden.
Die sechsjährige Georgia Eppler als Jüngste eröffnete mit ihrer kleinen Geige und einem Menuett von Leopold Mozart das Programm frisch und kräftig, von ihrem älteren Bruder Roxie Eppler begleitet. Vergnüglich war das „Indian Concertino“ von George Perlman, und bei der „Ballade For A Rainy Day“ begeisterte besonders der rhythmisch zupackend gespielte Cha-Cha.
Erst sieben Jahre alt und schon eine Virtuosin auf ihrem süßen Instrument
Die siebenjährige Elisabeth Fritsch hat auf ihrem süßen kleinen Cello aus der tänzerischen „Suite Miniature“ des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu gespielt, von ihrem älteren Bruder Reinhard Fritsch auf dem Klavier einfühlsam begleitet.
Köstlich war auch ihr „Allegro“ aus dem Konzert C-Dur von Antonio Vivaldi, aus dessen Violinkonzert C-Dur Alessa Mari Held das elegante „Allegro“ und das melodiöse „Largo“ spielte, beeindruckend begleitet von Hans-Peter Merz am Klavier.
Heiter und melodienreich kam die „Polonaise“ der Österreicherin Andrea Holzer-Rhomberg daher. Wunderschön gestaltete Abeline Kleinmann auf ihrem Cello, begleitet von Albrecht Bieber, zwei volksliedhafte, malerische Stücke aus der Suite Française: „Bourée d‘Auvergne“ und „Chanson d‘Alsace“. William Henry Squires „Tarantella“ mit melodiösem Mittelteil endete mit effektvollem Schluss.
Romantische Züge und „Bauchweg“-Töne erklingen in Lautlingen
Natalie Maria Weber an der Violine erfreute mit der Sonate g-Moll von Henry Ecces, begleitet von Eri Nakamura-Holtmann. Melancholisch und ausdrucksvoll gestalteten sie das „Grave“, flott und fein artikuliert das „Courante“. Das „Allegro molto“ aus dem „Violinkonzert C-Dur“ von Dmitri Kabalewski eröffnete das Klavier geradezu orchestral, ehe die Geige zupackend einsetzte und abwechslungsreich spielte.
Schon bei der Klavier-Einleitung verspürte man die romantischen Züge des „Allegro molto“ aus dem Violinkonzert a-Moll von Charles Auguste de Beriot, die eine geradezu singende Geige melodienreich mit einem Schuss Virtuosität fortsetzte. Effektvoll und lautmalerisch gestalteten Hannah Belser am Saxofon und Maximilian Deines am Klavier das Stück „Bauchweh“ von Friedrich Schweiger.
Lang anhaltender Applaus war der Lohn für ein glanzvolles Konzert
Bei der „Suite Romantique“ von Robert Planel flossen eingängige Melodien des Saxofons elegant dahin bei einfühlsamer Klavierbegleitung. Mit dem Stück „Le Petite Nègre“ von Claude Debussy im Ragtime-Stil wussten Hannah Belser und Maximilian Deines zu begeistern.
Die impressionistischen Stücke „Modéré es-Moll“ und „Sans vitesse et à l’aise a-Moll“ der französischen Komponistin Nadia Boulanger präsentierten Finja Eggert am Violoncello und Eri Nakamura-Holtmann am Klavier, malten einfühlsam Klangfarben und Stimmungen, ehe sie den von rumänischer Folklore inspirierten „Bauerntanz“ von Constantin Dimitrescu virtuo spielten.
Zum Schluss glänzten Klarinettist Bennet Wenzel und Pianistin Viktoria Häußler, sehr gut aufeinander abgestimmt und mit viel Ausdruck, bei der „Romanze“ von Prinzessin Marie Elisabeth von Sachsen-Meiningen und drei Sätzen der „Sonatina“ von Malcom Arnold.
Der lang anhaltende Applaus war verdient, und Martin Franzki vom Verein „Spitzenklänge“ dankte den Schülern für ihre Leistung, ihren Lehrern für die intensive Arbeit und den Eltern für ihre Unterstützung.