Tourismusdirektorin Carolin Schölzl (links) und Veranstaltungsleiterin Corinna Gerlach machen Appetit auf die neue Theatersaison in Freudenstadt. Foto: Gerhard Keck

Die Theater-Freuden im Kurhaus Freudenstadt geben sich mit ihrem Programm generationenübergreifend. Viel Einsatz steckt hinter der Organisation der 13 Aufführungen.

Voll des Lobes für Veranstaltungsleiterin Corinna Gerlach zeigte sich Tourismusdirektorin Carolin Schölzl bei der Präsentation des Programmhefts für die Spielzeit 2025/2026. Es sei erneut gelungen, ein attraktives Angebot auf die Beine zu stellen. Ein guter Teil dessen, was sich auf der Bühne spielen lässt, wird auch im Kurtheater unter das Publikum gebracht, beispielsweise Schauspiele, Komödien, Psychothriller, Märchen.

 

Allzu lange müssen sich die Theaterliebhaber nicht gedulden: Bereits am Mittwoch, 25. Juni, kommt es zur traditionellen Freiluft-Aufführung im Kurgarten. Ein Ensemble der Badischen Landesbühne spielt William Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“.

Weiter geht es dann am Donnerstag, 16. Oktober, mit Sebastian Fitzeks Thriller „Die Therapie“. Das ist wieder ein Fall für das Berliner Kriminaltheater, das in Freudenstadt aufgrund seiner intensiv gespielten Stücke einen sehr guten Ruf genießt.

Auftritt reiht sich an Auftritt

Gesellschaftskritisch geht es dann zu am Dienstag, 18. November, wenn sich Autor und Content Creator Norman Wolf in einem Vortrag mit den Sozialen Medien auseinandersetzt. Sein Thema, das sich nicht nur an Jugendliche richtet, lautet: „Wenn der Blick aufs Handy zur Qual wird.“ Bereits 2022 war Wolf in Freudenstadt zu Gast mit einem Aufsehen erregenden Referat über Mobbing.

So reiht sich bis zum Ende der Spielzeit am 20. Mai 2026 ein Auftritt an den anderen. Die Lehrerzimmer-Komödie „Eingeschlossene Gesellschaft“ von Bestseller-Autor Jan Weiler nimmt ein ganz und gar nicht lustiges Problem, die gerechte Benotung von Schülern, aufs Korn. Bereits die Verfilmung des Stoffs mit Starbesetzung ließ aufhorchen.

In der Adventszeit kommen auch Kinder ab sechs Jahren zu ihrem Recht: „Jannik und der Sonnendieb“ ist auch als Stück für die gesamte Familie gedacht.

Komödie kurz vor Weihnachten

Wer das Mundart-Schauspiel mag, wird kurz vor Weihnachten mit der Komödie „Der verkaufte Großvater“ in einer Inszenierung des Theaters Lindenhof bedient.

Zum neuen Jahr warten die „Theater-Freuden“ mit dem Schauspiel „Die Tanzstunde“ auf. Der Klassiker „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist richtet sich als Schwerpunktthema im Fach Deutsch 2026 vornehmlich an Abiturienten.

Im Februar ist Theater am Vormittag angesagt mit einem Stück für Jugendliche ab 14 Jahren: „Else“ nach Arthur Schnitzlers Novelle „Fräulein Else“ von 1924. Auf der Programm-Zielgeraden warten ferner „Theater-Sport“, „Der Vorname“, „Rotkäppchen und Herr Wolff“ auf das Publikum, bevor die Spielzeit endet mit der Kriminalkomödie „Der Enkeltrick“.

Eintritt wird teurer

Die Eintrittspreise wurden nun „moderat angehoben“, wie Schölzl und Gerlach betonen. Schüler und Studenten genießen weiterhin für bestimmte Aufführungen Sonderpreise auf ausgewählten Plätzen. Für Inhaber der Schwarzwald Plus-Karte ist der Eintritt frei. Besitzer der Heimatkarte haben jeweils einmalig freien Zutritt zum Theater und zum Kulturgarten. Wie im vergangenen Jahr können sich Menschen mit schmalem Geldbeutel über die Erlacher Höhe kostenfreie Eintrittskarten für die Theateraufführungen besorgen. Absicht dieser Regelung ist, auch diesem Personenkreis Zutritt zur Kultur zu ermöglichen.

Die Programmhefte liegen ab sofort an den einschlägigen Stellen aus, beispielsweise im Kurhaus und bei der Tourist Information am Marktplatz.