Oberbürgermeister Stephan Neher testet den Bewegungsparcours. Foto: Fotos: Steinmetz

Freizeit: Spende der Firma Bitzer ermöglicht Kauf neuer Geräte / Zwei weitere Spielplätze neu gestaltet

Ein Kamel vermisste Oberbürgermeister Stephan Neher im soeben eröffneten Safari-Park auf dem Spiel- und Grillplatz zwischen Eckenweiler und Ergenzingen. Auch Löwen, Nashörner oder Giraffen fehlen, stattdessen finden die Besucher eine Reihe von neuen Spielgeräten vor.

Rottenburg-Ergenzingen. Eine Spende in Höhe von 20 000 Euro der Firma Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH hat die Neuausstattung ermöglicht. "Nur das Beste für Ergenzingen", stellte der OB fest. Gleichzeitig konnten im Hofäcker und im Seltengraben zwei weitere neu gestaltete Spielplätze in Betrieb genommen werden. Gefeiert wurde allerdings am Grillplatz: Die Bürgerinitiative Pumptrack hatte dort am Freitagnachmittag für die Bewirtung gesorgt.

Balancieren unddurchhangeln

An den Geräten können sich die Besucher durchhangeln, balancieren und dabei ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bei einem ersten Probe-Durchgang ließen die Haltungsnoten von Ortschaftsrätin Cornelia Ziegler-Wegner und Oberbürgermeister Stephan Neher allerdings etwas zu wünschen übrig. Ein bisschen Übung ist noch nötig.

Der Safari-Park, wie er nun genannt wird, sei gedacht für Jung und Alt, erklärte Ortsvorsteherin Daniela Quintana Leiva. Im Hofäcker haben die Kleinkinder ihren Spielplatz, die Anlage im Seltengraben ist für alle Generationen gedacht. "Die Spielplätze sind sehr schön und innerhalb kurzer Zeit zu beliebten Treffpunkten geworden", freute sich die Ortsvorsteherin. Die Planung und Bauleitung hatte das städtische Tiefbauamt übernommen. Einen großen Beitrag dazu habe der Bauhof beigetragen, der die Feinarbeiten im Seltengraben und auf dem Spiel- und Grillplatz ausführte. Der Spielplatz Hofäcker sei komplett von den technischen Betrieben aufgestellt worden.

An der Einweihungsfeier nahmen unter anderem auch Lehrlinge der Firma Bitzer mit ihrem Ausbildungsleiter Martin Frädrich teil. Die Auszubildenden engagierten sich während der Pandemie in der Nachbarschaftshilfe. Sie kauften für ältere Menschen in Ergenzingen ein, übernahmen diverse Botengänge oder mähten auch mal den Rasen. In der Grundschule halfen sie bei der Ausgabe von Lernpaketen und der coronagerechten Umgestaltung der Klassenzimmer mit.

Das soziale Engagement ist Teil der Bitzer-Unternehmensphilosophie. "Wir investieren in Jugend, Kultur und Zukunft", erklärte Werksleiter Kai Schuppler. Mit jährlichen Spenden von 20 000 Euro wurden unter anderem die neue Weitsprunganlage der Ergenzinger Grundschule, der Kauf von Tischtennisplatten für die Gemeinschaftsschule oder die mobile Skateranlage des Jugendhauses unterstützt.

Diesmal sind mit dem Spendenbetrag die Geräte für den Spielplatz an der Grillstelle finanziert worden. Zudem profitierten zahlreiche Betriebe durch die Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Firma Bitzer. "Die Wirtschaftskraft geben wir an die Gemeinde weiter", sagte Schuppler.

Weiterer Spielplatz wird noch eröffnet

OB Neher hörte es gern und bedankte sich für die Spende. "Es ist ein wunderschöner Wanderparkplatz geworden", lobte er. Doch auch die anderen beiden Spielplätze bieten Attraktionen. Die Anlage im Seltengraben ist ausgestattet mit Sandspielkasten, Doppelschaukel, Rutsche, Trampolin, Slackline und Balanciermöglichkeiten. Die Gesamtkosten liegen bei 55 000 Euro. Im Hofäcker gibt es für die Kinder das Spielhaus "Pünktchen", Sandkasten, Schaukel und Sitzgelegenheiten. Die Kosten: 24 000 Euro. Ein vierter Spielplatz soll dann noch im Baugebiet Öchsner eröffnet werden. "Dort sehen wir uns wieder", kündigte Neher an.