Der Technische Ausschuss entscheidet am Mittwoch über die Vergabe eines ersten Ausbaus des Spielplatzes in der Balinger Karpfenstraße.
Zahlreiche Schüler der Sichelschule sowie Anwohner aus dem angrenzenden Quartier nahmen im vergangenen Herbst den Spielplatz in der Karpfenstraße genau unter die Lupe. Damit halfen sie Benjamin Rentschler vom Amt für Stadtentwicklung bei der Erstellung der sogenannten Spielplatzkonzeption. Diese sieht einige Änderungen und Maßnahmen vor. Schon dieses Jahr könnten am Spielplatz Karpfenstraße die Bagger anrollen.
Auf ihrer Homepage informiert die Stadt Balingen über die geplanten Maßnahmen, die für diese Spielstätte vorgesehen sind. Vor einigen Wochen stellten die Initiatoren die Pläne in der Sichelschule vor. In zwei Abschnitten soll der Spielplatz ein neues Gesicht erhalten.
Der erste Bauabschnitt, der laut Planung noch im laufenden Jahr umgesetzt werden könnte, betrifft vor allem den „überwiegend unbebauten Teil, der bisher als freie Spielwiese genutzt wurde“, heißt es auf der Homepage. Derzeit steht dort lediglich ein Gitterfußballtor. Rund 1000 Quadratmeter Fläche kommen demnach unter die Schaufel.
„Nach dem Rückbau des bestehenden Ballfangzauns und der Fußballtore soll hier ein großer Kletter- und Hangelbereich entstehen“, heißt es. Und weiter: „Daneben ist eine neue Seilbahn vorgesehen. Über bodennahe Balancierhölzer werden diese zwei Spielelemente miteinander verbunden.“ Laut Stadtverwaltung hat der neue Kletterbereich mit Seilbahn oberste Priorität.
Neu gepflanzte Baum- und Strauchpflanzen sollen nach der Vorstellung der Verwaltung zu einer ökologischen Aufwertung des Spielplatzes beitragen. Rückzugsbereiche und schattige Erholungsplätze könnten dadurch ebenfalls für mehr Qualität sorgen. „Der Bauabschnitt zwei mit etwa 500 Quadratmetern wird den bestehenden Sandspielbereich vergrößern und aufwerten. Es soll eine terrassierte Sandfläche mit Kleinkindrutsche entstehen, außerdem gibt es eine Murmelbahn und einen Sandeltisch, die beide auch mit dem Rollstuhl anfahrbar sein werden“, so die Stadt. Sitzmöglichkeiten, Hüpfsteine und Hängematten runden das künftige Angebot ab. Die Verwaltung versucht, die Fußballfraktion unter den Nutzern, die ihre Spielfläche schwinden sieht, direkt zu besänftigen: „Auch nach der Neugestaltung wird weiterhin ein Teil der Wiese frei bleiben und für freies Spiel, Drachensteigen und Schlittenfahren zur Verfügung stehen, wie es im Workshop gewünscht wurde.“ Fußball gespielt werden könne weiterhin auf dem Bolzplatz in der Talstraße oder am Spielplatz Erlaheimerstraße.
Der Technische Ausschuss wird am Mittwoch, 6. Mai, ab 19 Uhr über den Baubeschluss des ersten Abschnitts entscheiden. Rund 100.000 Euro plant die Verwaltung für die Umsetzung ein. Im Zuge der weiteren Planung sollen die Kosten noch weiter konkretisiert werden.
Für die Lieferung und Montage der Spielgeräte plant die Verwaltung, bei drei geeigneten Spielgeräteherstellern Angebote einholen zu lassen. Vorausgesetzt, das Gremium im Ausschuss gibt grünes Licht, ist vorgesehen, die Arbeiten nach den Sommerferien ab September aufzunehmen.
„Der Spielplatz Karpfenstraße übernimmt derzeit bereits eine wichtige Funktion für das bestehende Wohnumfeld und wird künftig zusätzlich durch das nahe gelegene Neubaugebiet ‚Urtelen‘ weiter an Bedeutung gewinnen“, heißt es in der bereits vorliegenden Beschlussvorlage.
Die Spielplatzkonzeption gibt eine Empfehlung, wie mit den bestehenden 66 Spielplätzen in der Kernstadt und den Ortsteilen künftig umgegangen werden soll, um den größtmöglichen Ertrag für die Zielgruppe zu erreichen – für die Kinder.
Große Pläne sieht die Stadt vor für den Spielplatz Jahnstraße in Frommern. Der soll im Zuge der Sanierung des Zentrums Buhren zu einem sogenannten Leuchtturmspielplatz ausgebaut werden. Der Planungsstart hierfür ist nach der Sommerpause vorgesehen, also ebenfalls noch in diesem Jahr.