Der neue Spielplatz im Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl ist ein Schmuckstück mit aktiver Aufenthaltsqualität geworden. Die Rechnung hat die Verwaltung dem Gemeinderat nun präsentiert.
Viel Geld investiert die Gemeinde in die kleinsten Bisinger: Der neue Spielplatz im Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl kostet mehr als ursprünglich geplant. Höheren Kosten von rund 28 000 Euro hat der Gemeinderat nun zugestimmt – dem Gremium blieb ja quasi nichts anderes übrig, weil das Geld schon ausgegeben war.
Unterm Strich liegen die Kosten bei 277 000 Euro
Das liegt unter anderem am Rasen: Die Gemeinde hatte eigens Rollrasen beschafft. Das macht Sinn, denn Rasensamen brauchen einige Zeit, um einzuwachsen. In der Praxis wäre der fertige Spielplatz vergittert gewesen. So war nun auch der Rasen sofort nach der Öffnung begehbar. Darüber hinaus hat die Gemeinde ein behindertengerechtes Spielgerät installiert, an dem sich die Lebenshilfe gleichwohl zur Hälfte der Kosten beteiligte. Ein weiterer Kostentreiber: das Wetter. Aufgrund des ergiebigen Regens kam die Baufirma nicht so leicht voran wie ursprünglich geplant. Untern Strich liegen die Kosten für den neuen Spielplatz liegen bei insgesamt 277 000 Euro.
Vorschlag: Künftig Spielgeräte für Senioren installieren
Axel Güntner regte bei der Gemeinderatssitzung an, bei künftigen Spielplätzen doch auch Spielgeräte für Senioren aufzustellen. Bürgermeister Roman Waizenegger berichtete, dass es solche Geräte beim Haus im Park schon gibt. Allerdings würden diese kaum angenommen. Das soll nicht heißen, dass bei der Neuanlage eines Spielplatzes die Güntners Idee nicht realisiert wird. Waizenegger über die Geräte: „Das kann funktionieren, muss aber nicht funktionieren.“
Viele Vorabreiten sind nötig
Was indes auf jeden Fall funktionieren muss, ist der Neubau des Kindergartens Reute an der Bahnhofstraße (Zwischen Steuerberatung Knittel Hauser und Tennisplatz). Noch bevor dort auch nur ein einziger Baggerbiss erfolgt, müssen Hunderttausende Euro in die Hand genommen werden. Beauftragt hat der Gemeinderat das Architektenbüro Beuter aus Haigerloch mit der Planung. Kostenpunkt: rund 320 000 Euro – nur für die Planung.
Zuvor musste der Planer in einer europaweiten Ausschreibung gefunden werden. Dies ist komplex und erfordert Spezialwissen. Die Gemeinde hatte deshalb eigens eine Kanzlei beauftragt, die diese europaweite Ausschreibung rechtssicher vornehmen kann. Sobald die Planungen für Gebäude und Gelände vorhanden sind, könnte der Bauantrag gestellt werden. Ach ja, auch einen Bebauungsplan mit Artenschutzgutachten hatte der Gemeinderat erstellen lassen müssen.