Aus Sicherheitsgründen eingezäunt: Bauten auf dem Spielplatz Eichenweg dürfen nicht mehr genutzt werden. Foto: Peter Morlok

Talheim kauft ein neues großes Gerät für den Spielplatz Eichenweg. Wie es genau aussehen soll? Darüber wird erst noch beraten.

Der Ortschaftsrat Talheim ist bereit, bis zu 15 000 Euro aus dem Ortsbudget für ein neues Spielgerät auszugeben. „Das ist sehr viel Geld, dafür bekommen wir was Ordentliches“, ist man sich im Gremium sicher.

 

Ortsvorsteher Anton Ade fasste in einem kurzen Sachvortrag die Gründe für diese Investition zusammen.

Auf dem Spielplatz Eichenweg ist seit Frühjahr 2025 das Spielgerät im Sandkasten gesperrt, beziehungsweise ist der gesamte Sandkasten eingezäunt und nicht bespielbar. Dies führte zu vielen Beschwerden von Eltern.

Am Spielgerät mussten zwar zuvor regelmäßig Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden, die Nutzbarkeit war jedoch immer gegeben. Nach der letzten Hauptinspektion Ende 2023 stand jedoch die Frage im Raum, ob eine Ersatzbeschaffung erforderlich ist.

Mit Reparaturen am Ende

2024 hatte Ortsvorsteher Ade mit dem damals zuständigen Sachbearbeiter der Verwaltung besprochen, dass eine Ersatzbeschaffung aufgrund der finanziellen Situation der Kommune erst stattfindet, wenn das Spielgerät nicht mehr durch den TÜV kommt, beziehungsweise, dass man das Spielgerät so lange wie es wirtschaftlich sinnvoll ist, repariert. Im November 2025 kam dann das endgültige Ende für das alte Spielgerät. Es fiel durch die sicherheitstechnische Überprüfung.

Die Klärung des aktuellen Sachstands mit Vor-Ort-Termin fand mit externer Expertise am 3. Dezember statt. Ergebnis: Eine Instandsetzung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Der Ortschaftsrat wurde per Mail am 5. Dezember detailliert informiert.

Experten sollen tagen

Um nun keine langen Diskussionen über die Art des neuen Spielgerätes, dessen Materialbeschaffenheit (Recycling-Kunststoff oder Holz) oder die Frage der Rutsche und andere Aspekte im Gremium zu beginnen, schlug Ade vor, eine sogenannte Expertenkommission zu bilden, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

„Wie das Spielgerät letztendlich aussieht, ist mir egal, Hauptsache es ist ein Spielgerät“, so die pragmatische Zusammenfassung von Anton Ade. Er ergänzte jedoch: „Bei der Ausführung wäre es sinnvoll, ein Spielgerät mit Rutsche auszuwählen. Die bestehenden Rutschen müssten dann nicht ersetzt werden, wenn sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr bespielt werden dürfen.“

Aus dem Ortschaftsrat erklärten sich die beiden Väter Matthias Ade und Sebastian Schober sowie Kaufmann Stephan Merkle bereit, sich der Sache im ersten Schritt anzunehmen.

Hoffen auf Zuschuss

Ortsvorsteher Ade wird versuchen, einen Zuschuss aus dem Zentralbudget zu bekommen.

Der Abbau der alten Geräte könne sofort beginnen, so die Information. Der Aufbau werde vom Bauhof durchgeführt und die Bezahlung dafür aus dem Bauhof-Budget der Ortsverwaltung übernommen, da die Fundamente neu gesetzt werden müssen.

Zum Thema „Finanzierung von Spielplätzen“ regte Klaudia Ade im Rahmen der Bürgerfragestunde an, bürgerschaftliches Engagement zu aktivieren und Spenden zu sammeln.

„Dies ist jederzeit willkommen“, freute sich der Ortsvorsteher über diese Idee. Ein Sonderkonto für zweckgebundene Spenden über die Stadtverwaltung einzurichten sei überhaupt kein Problem, und Spendenquittungen könnten auch ausgestellt werden, erklärte er abschließend.