Kathrin Assenheimer vom Stadtplanungsamt fliegt über den Platz. Foto: Eyrich

"Wir wollten ein Zeichen setzen und für die Kinder und Jugendlichen etwas tun", sagt Ortsvorsteher Siegfried Schott. Deshalb hat der Ortschaftsrat in Spielplätze investiert – und der Stadtteil ist jetzt richtig gut aufgestellt.

Albstadt-Onstmettingen - Den Spielplatz auf dem Hohberg hat Gerhard Penck, Leiter des Stadtplanungsamtes, schon als Kind besucht – "und er sah damals schon aus wie bis vor kurzem". Seit kurzem ist er weit besser bestückt mit einer Seilbahn, einer Kletterschlange, einer Kleinkind-Nestschaukel, einem Spielhaus und – sie werden noch montiert – zwei "Stangen für Ballspiele".

28.000 Euro hat sich der Ortschaftsrat das aus seinen Eigenverfügungsmitteln kosten lassen. Für die Kletter-und Rutsch-Kombination und die Kleinkindschaukel an der Tennishalle hat die Stadt 25.000 Euro investiert, der Ortschaftsrat ein Spielhaus für 4000 und drei Bäume für insgesamt 3000 Euro dazu spendiert, so dass rund 60.000 Euro insgesamt in Onstmettinger Spielplätze geflossen sind, davon 30.000 Euro vom Ortschaftsrat, 25.000 Euro von der Stadt und 5000 Euro als Spende von der Onstmettinger Bank, der Schott ausdrücklich dankte, als er zusammen mit Penck, der Planerin Kathrin Assenheimer, den Ortschaftsräten Ulrike Münster und Jürgen Kurz sowie Dieter Boss – gleichzeitig Vorstandssprecher der Onstmettinger Bank – und Roland Allgeier vom Betriebsamt den Hohbergplatz offiziell eröffnete. Allgeier und seine beiden Kollegen kümmern sich um alle 54 Spielplätze der Stadt, machen jede Woche eine Sicht-, einmal monatlich eine Verschleiß- und jährlich eine Generalkontrolle.

Laut Allgeier setzt die Stadt nicht mehr auf Holz-Geräte, sondern verzinkte respektive pulverbeschichtete Metall-Gestelle: "Das kostet mehr, ist aber gut angelegtes Geld", betonte er mit Blick auf die Sicherheit. Penck freute sich, dass inzwischen wieder mehr und regelmäßiger in Spielplätze investiert wird – anders als zu Zeiten der Finanzkrise. Denn fertig sei man diesbezüglich ohnehin nie: "Die Generationen wandeln sich, und die Standorte müssen aktuell bleiben."

Immer mehr junge Familien auf dem Hohberg

Auf dem Hohberg sei seit den 1960er-Jahren gebaut worden, erklärte Schott. "Inzwischen sind viele der Bewohner wieder junge Familien." Der Bolzplatz sei inzwischen weggefallen und der Hohberg-Spielplatz umso wichtiger, zudem einer der größten in Albstadt. Nun solle der provisorische Spielplatz von der Riedschule noch in den Park verlegt und dort eine Art Mehrgenerationen-Spielplatz errichtet werden. "Dank findiger Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes" seien rechtzeitig Anträge gestellt worden und über eine Million Euro an Fördermitteln geflossen.

Bisher sei der Spielplatz Hohberg "sehr übersichtlich bestückt" gewesen, sagte Penck, und Schott ergänzte: "Wir sind im Ortschaftsrat zum Schluss gekommen: Wenn wir schon etwas machen, dann richtig."

Auch auf dem Hof der Schillerschule sollen noch Spielgeräte aufgestellt und jene auf dem Hohberg noch ergänzt werden – im Lauf der kommenden Jahre. Vorerst sei aber mal ein gutes Niveau erreicht – und tatsächlich hatten selbst die Älteren unter den Beteiligten am Dienstag richtig viel Spaß beim Rutschen, Schaukeln und Klettern.