Balingen legt viel Wert auf seine Spielplätze. Derzeit werden diese vom Amt für Stadtentwicklung unter die Lupe genommen. In Frommern gab die Verwaltung einen Einblick.
Balingen präsentiert sich als kinderfreundliche Stadt und will auch künftig als diese gelten. Hierfür nimmt die Eyachstadt schon seit einiger Zeit ihre Spielplätze unter die Lupe. Im Rahmen der Spielplatzkonzeption war am Donnerstagabend Benjamin Rentschler vom Amt für Stadtentwicklung zu Gast im Frommerner Ortschaftsrat und gab ein Update zu seiner Arbeit.
Bereits im Jahr 1992 hat die Stadtverwaltung eine solche Spielplatzkonzeption durchgeführt und geschaut, wie man die Vergnügungsstätten noch verbessern kann. Nun wurde Rentschler mit der Aufgabe betraut, und er konnte das Gremium erst einmal beruhigen: „Im Großen und Ganzen verfügt Balingen mit seinem Ortsteilen über gute Spielplätze“, lautete sein Urteil.
In Frommern und Dürrwangen gibt es acht Spielplätze
Seine grundsätzliche Herangehensweise für zukünftige bauliche Projekte: „Vor allem der Bestand ist von Interesse. Wir wollen ungern einfach abreißen und neu bauen, sondern lieber mit den aktuellen Begebenheiten arbeiten und diese verbessern“, sagte Rentschler.
Die Begebenheiten in Frommern, Dürrwangen und Stockenhausen sehen wie folgt aus: In den beiden erstgenannten Ortsteilen gibt es insgesamt acht Spielplätze, in Stockenhausen einen.
Für diese – und alle anderen Spielplätze in Balingen – hat Rentschler eine Bewertungsmatrix erstellt, mit der etwa die Qualität der Spielgeräte, die Lage der Plätze, die Vielfalt der Fläche und der Vegetation und soziale Aspekte eingeordnet werden können.
Kinder durften selbst auch bewerten
Rentschlers Fazit für die neun Plätze: „Auf den Bestand kann man gut aufbauen. Wir haben hier keine Örtlichkeiten mit der Note 1, aber auch keine mit der Note 6.“
Wichtig war es den Verantwortlichen, dass die Kunden – sprich die Kinder – selbst mit bewerten konnten. Das geschah im Herbst 2024 in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro und wurde von Ortschaftsrätin Angela Godawa besonders gelobt. „Ich finde das klasse, dass eben auch die, um die es geht, mit eingebunden werden.“
Als besonderes Schmuckstück hob Rentschler zum einen den Spielplatz am Schiefersee hervor. „Hier haben wir einen wunderschönen Ort, den man toll entwickeln kann – und da ist der Spielplatz eben ein Teil des gesamten Naherholungsgebietes“, so Rentschler.
Meinhold verweist auf klamme Haushaltslage
Das zweite Schmuckstück ist, beziehungsweise wird laut dem Amtsmitarbeiter der Spielplatz Jahnstraße. Im Zuge der Umgestaltung des Buhren-Zentrums könnte hier ein sogenannter Leuchtturmspielplatz entstehen, der einen großen Einzugsbereich haben soll und zur Aufwertung des Geländes mit beitragen kann.
Die Pläne kamen im Gremium insgesamt gut an. Günther Meinhold musste aber laut eigener Aussage etwas Wasser in den Wein schütten und wies darauf hin, dass in Bezug auf die Finanzierung und der derzeit klammen Haushaltslage die Erneuerung der Spielplätze eventuell noch ein wenig nach hinten verschoben werden müsste.
„Das ist ja das schöne an solchen Planungen, dass man in diesem Status noch nicht so genau auf das Geld schauen muss“, meinte Ortsvorsteher Stephan Reuß mit einem Augenzwinkern.
Gemeinderat debattiert im Mai zur Spielplatzkonzeption
Er betonte aber, dass die Aufwertung der Spielplätze in gewisserweise auch als Pflichtaufgabe gesehen werden kann, da man damit den sozialen Raum fördere und diese Orte als Frequenzbringer gelten.
In der Maisitzung wird das Thema auf der Tagesordnung des Gemeinderats stehen und noch mal diskutiert.