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Spieletag 2019 28 Stationen warten auf Kinder

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Jede Menge los: Der Spieletag in Rottweil. Foto: Patrick Nädele

Rottweil -  Von beschaulichem Stadtalltag war am Freitag in Rottweil keine Spur. Wenn die Jüngsten die Straßen erobern und kleine, geschminkte Piraten riesige Rutschen heruntersausen, dann ist der Spieletag da."Man kann Kühe melken und Enten fangen", ruft ein kleines Mädchen im pinken Kleid und zieht die Großmutter hinter sich her. Für einen Freitagmittag ist ordentlich viel los in der Innenstadt.

Auf Holzbrettern fahren Kinder eine Rollen-Rutsche herunter, andere üben sich im Dosenwerfen und in einer Hüpfburg können sich die Kleinsten austoben. "Ich habe mir beim Hüpfen ein bisschen das Knie angeschlagen", sagt der fünfjährige Simon, der als Tabaluga geschminkt ist. Er holt sich jetzt erst mal eine Zuckerwatte.

"Am besten gefällt mir bis jetzt das Enten-Angeln." Da haben sie einen Wasserball gewonnen, erklärt seine siebenjährige Schwester Luise. Die Kinder erzählen mit Begeisterung von einem doppelten Salto, den sie beim Bungee-Trampolin geschafft haben.

Ein paar Meter weiter ist die Feuerwehr vor der Kapellenkirche mit Drehleiter am Start. Mit der werden Kinder gesichert, während sie an roten Colakistentürmen hochklettern, die sie selber aufstapeln. Der Andrang ist hier besonders groß. Nur vor der Piratenrutsche ist die Schlange noch länger. Über das Deck eines sinkenden Schiffs mit Piratenflagge sausen die Kinder bergab. Gegenüber werden mit einer Angel gelbe Enten aus dem Brunnen gefischt. "Das ist geschummelt", ermahnt eine Mutter ihre Tochter, die den Haken von Hand an der Ente befestigen will. Das Mädchen hat eine der "fiesen" Angeln erwischt. Da wackelt die Leine furchtbar, weil sie aus einem Faden ist, anstatt aus Draht. "Wir sind gerade erst gekommen, aber ich habe den Eindruck, dass diesmal weniger los ist, als sonst", überlegt die Mutter. "Vielleicht liegt es daran, dass der Spieletag diesmal nicht in den Ferien liegt."

Weiter unten in der Hauptstraße spielen Kinder im Sandkasten oder lauschen den Geschichten von Märchenerzählerin Sigrid Maute. Für die etwas älteren gibt es einen Parcours, wo die Mutigsten auf dem Segway um Verkehrshütchen herum und über Wippen brausen. "Ich wollte zuerst lenken, wie beim Fahrrad", sagt ein 15-Jähriger, der sich gerade den gelben Helm auszieht. "Aber so funktioniert das nicht. Auch beim Bremsen hatte ich am Anfang Probleme. Man muss sich daran gewöhnen, dann macht es richtig Spaß", erzählt er.

Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann sich am Stand von Lederwaren Hügel einen Turnbeutel bemalen oder beim Kissenweitwurf von Betten Hugger und Gent seine Wurfkünste beweisen.

Auf dem Wusch-Podest dürfen sich kleine Schauspieler und Stars vom Publikum beklatschen und bejubeln lassen, und das in voller Glamour-Montur. Zwischen Masken, Federstolas und bunten Hüten dürfen sie sich ihr Kostüm aussuchen. Für sehr kreative Zusammenstellungen gibt es sogar eine Laola-Welle. Ein gelungenes Kostüm haben sich zwei siebenjährige Mädchen ausgesucht. Als sie von der kleinen Bühne kommen, erhalten sie einen Aufkleber, ein Puzzelteil, das sie auf ein Plakat kleben können. "Wenn wir alle haben, gehen wir zum Stand vom Kinderbote und kriegen eine Urkunde", erklärt Lea, eins der Mädchen.

Einnahmen kommen Kinderhospiz zugute

Das Wunschpodest ist der Stand vom Jugendhospizdienst der Malteser. Dorthin fließen die Einnahmen vom diesjährigen Spieletag. "Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden", erklärt Sigrun Butschek, die Koordinatorin des Jugendhospizdienstes. "Unsere Arbeit besteht hauptsächlich darin, uns um Familien zu kümmern, in denen ein Mitglied schwer erkrankt ist. Oft unternehmen wir mit den Kindern schöne Sachen, vor allem auch mit den Geschwistern eines kranken Kindes." So werde die Familie entlastet.

"Ich bin zufrieden mit dem Spieletag", zieht Karin Huonker, stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Handelvereins Rottweil, am Nachmittag ein Zwischen-Fazit. "Es ist ein bisschen weniger los als sonst, was sicherlich zum einen daran liegt, dass heute der letzte Schultag ist, zum anderen am Wetter." Bei derart tropischen Temperaturen halte man es in der Sonne nicht lange aus. In schattigeren Straßen machen die Besucher eher halt, ist ihr Eindruck. Alles in allem sei die Veranstaltung jedoch gelungen und viele Kinder haben an 28 Spielestationen ihre Freude. "Für Handel und Gewerbe in der Stadt sind solche Aktionen indirekt ein Gewinn", erklärt sie. "Kinder sind die Kunden von morgen. Sie müssen glücklich sein und sich in Rottweil wohl fühlen."

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