Timo Sauer (links) und Werner Mann planen auch schon die kommende Saison.Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Bezirksliga: Auch Co-Trainer Michael Heldmayer bleibt. 

Auch in der nächsten Saison kann der VfL Stammheim wieder auf seinen Spielertrainer Timo Sauer zählen. Sollte die aktuell unterbrochene Runde fortgesetzt werden, steht in der Bezirksliga aber erst einmal der Kampf gegen den Abstieg an.

"Wir sind froh, dass wir mit Timo verlängern konnten", freute sich Stammheims Fußball-Urgestein Werner "Charly" Mann über die Zusage seines Spielertrainers für die nächste Saison. Angesichts der aktuellen Situation der ersten VfL-Mannschaft in der Bezirksliga und den zurückliegenden (Pandemie-) Monaten war das nicht selbstverständlich. "Als Timo in der Saison 2019/20 zu uns kam, wurde er mit einen großen Umbruch konfrontiert und als er die Weichen gestellt hatte, wurde die laufenden Runde nach dem Sieg gegen den VfL Herrenberg abgebrochen", blickte Mann auf den Einstand des Döffingers zurück.

Akute Abstiegsgefahr

Auch Sauers zweites Jahr stand unter keinem guten Stern. "Wir haben bis zur Absetzung erst neun Spiele ausgetragen, was vom Rest der Runde übrig bleibt, ist aktuell noch völlig offen", beschreibt der Stammheimer Spielleiter die Situation.

Da ist zum einen der Tabellenstand, der den VfL als Schlusslicht der Liga mit nur fünf Punkten als einen möglichen Absteiger aufweist. "Eigentlich müssten wir schauen, dass wir die Mannschaft richtig fit bekommen. Denn jetzt stehen die entscheidenden Spiele gegen Mitkonkurrenten wie die SG Neuweiler/Oberkollwangen, FV Fortuna Böblingen und den SV Gültlingen an", beklagt Mann, dass derzeit allen die Hände gebunden sind.

Bei vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz ist aber noch alles möglich. "Natürlich muss man auch dieses Spiele erst gewinnen, aber wenn, dann sieht die Lage für uns ganz schnell ganz anders aus", gibt sich der VfL-Spielleiter kämpferisch.

Auch Timo Sauer sieht keinen Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. "Die Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg. Viele junge Spieler haben noch Potenzial, aber wir brauchen jetzt auch mal das nötige Glück", sagt der Döffinger. Als einen Beleg wertet er das Abwehrverhalten seiner Mannschaft. Der VfL hat von den Mannschaften im Tabellenkeller die wenigsten Gegentore kassiert. Vorne fehlt jedoch das Glück. Zu sehen war dies unter anderem im Nachholspiel gegen den VfL Nagold II. Nach einem 0:1-Rückstand konnten die Stammheimer zwar ausgleichen, ließen aber dann zwei, drei 100-prozentige Torchancen liegen und wurden dafür vom eingewechselten Nagolder Torjäger Walter Vegelin durch dessen Treffer zum 2:1 bestraft.

Nachwuchsspieler stehen bereit

"Neben Cheftrainer Timo Sauer macht auch unser Co Trainer Michael Heldmayer weiter", teilte Werner Mann auf Anfrage mit. Nach derzeitigem Stand bliebe bis auf Benedikt Fiedler auch der Kader zusammen. "Mir wäre es natürlich lieber gewesen, Benedikt wäre weiter hier geblieben. Aber er geht ja auch in Richtung 30 und da muss man die Chance, dass er beim SV Gültlingen in der nächsten Runde als Spielertrainer einsteigen kann, einfach akzeptieren", trauert der Spielleiter dem Wechsel seines Leistungsträgers zum Ligakonkurrenten SV Gültlingen nach.

In seinen Augen zählt Nachwuchsmann Florian Kolb zu den ersten Anwärtern auf die Nachfolge für den erfahrenen Abwehr- und Mittelfeldspieler. "Wir können für die neue Runde mit vier, fünf eigenen A-Jugend-Spieler rechnen", setzt Mann auch auf den Nachwuchs und baut darüber hinaus auf eine Weiterentwicklung bei Spielern wie Julian Haußler, Fynn Kühling oder Leon Bacher.

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