Lukas Foelsch trägt nun gelb: Seit wenigen Wochen hat er das Zepter beim TSV Frommern in der Hand. Foto: Kara

Der 37-Jährige coacht seit dem Sommer den TSV Frommern. Wir haben mit ihm über den Saisonstart gegen den TSV Laufen/Eyach, die Vorbereitung und Ziele, sowie seine Rolle gesprochen.

Nur noch eine Mannschaft schickt der TSV Frommern diese Saison in den Spielbetrieb – diese spielt nach dem bitteren Abstieg in der Bezirksliga. Mit Lukas Foelsch hat man zudem einen neuen Coach, der voll motiviert in seine erste Stelle als Cheftrainer gestartet ist.

 

Foelsch, der in seiner Laufbahn 248 Partien in der Oberliga und 122 Begegnungen in der Regionalliga Südwest absolviert hat, könnte am Wochenende zum ersten Mal in der Bezirksliga auflaufen. Er sagt daher auch: „Da bin ich vollkommen im Unklaren, was die Qualität der Gegner anbetrifft. Es wird sich zeigen, wie gut wir sein werden. Ich zähle uns aber nicht zu den Favoriten für ganz oben, da sind andere Teams etwas weiter wie wir und kennen sich besser. Ich freue mich aber sehr auf die Liga.“

Gegen den Kindheitsverein

Zumal die Auftaktbegegnung noch eine zusätzliche Pointe aufweist: Für Foelsch und den TSV geht es gegen Aufsteiger TSV Laufen/Eyach, die Saison startet also mit einem Lokalkampf. Der erfahrene Mittelfeldspieler machte in Laufen zudem seine ersten fußballerischen Schritte. „Ich habe mich gefreut und etwas geschmunzelt, als der Spielplan veröffentlicht wurde. Durch meinen Bruder hatte ich zuletzt auch wieder mehr mit dem TSV zu tun“, erklärt Foelsch.

Dass es überhaupt zu diesem Duell in einem Pflichtspiel kommt, wurde im Juni in der Relegation entschieden. Frommern unterlag der Spielvereinigung aus Freudenstadt im entscheidenden Duell mit 2:3 – Foelsch war zu diesem Zeitpunkt noch beim FC Holzhausen. Leistungsträger wie Torgarant Anes Kljajic, Yannick Capol oder Andreas Hotz haben den Verein verlassen, der Realschullehrer ist nun dabei ein neues Team zu formen. Jeronim Bilaver, Anthony Ciavola und Paul Wagner kamen extern dazu, zudem baut man auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Noch selbst am Ball

Auch Foelsch selbst schnürte in den Vorbereitungsspielen die Kickschuhe: „Mal schauen wie viel ich spielen werde. Im Moment fühle ich mich aber fit und gut genug. Mit unserer Vorbereitung bin ich zufrieden. Wir hatten gute Gegner und waren gefordert. Ich sehe uns auf einem guten Weg.“

Freude an der Aufgabe

Der A-Lizenz-Inhaber freut sich, nun endlich eine Mannschaft als Cheftrainer zu coachen. Mehrere Jahre war er bei der TSG Balingen spielender Co-Trainer von Martin Braun und übte diese Funktion vergangene Saison auch beim FC Holzhausen aus. Er erläutert: „Die Aufgabe macht mir unheimlich viel Spaß. Ich bin nun selbst für die Trainingsplanung, Ansprachen, Einzelgespräche und die Spielidee verantwortlich. Es ist noch mal was ganz anderes wie die Tätigkeit als Co-Trainer, da ist man nicht so in dieser verantwortlichen Rolle.“

Am Sonntag gegen 17 Uhr steht dann auch fest, wie die besondere Premiere für Foelsch und sein Team gelaufen ist.