Die Fahrer der Räumfahrzeuge können nicht sehen, ob Kinder in den Schneehöhlen spielen. Foto: Stadt Oppenau

Winterdienst warnt Eltern. Fahrer können Kinder in Schneehöhlen nicht sehen.

Spielen im Schneehaufen kann für Kinder zur Lebensgefahr werden. Davor warnt der Winterdienst in Oppenau (Ortenaukreis).

Oppenau - Bauhofleiter Johannes Birk kennt sich mit der Bekämpfung von Eis und Schnee auf den Straßen aus. 25 Jahre ist er schon dabei. Und in diesem Jahr spielt Birk im Namen der Stadt Oppenau für viele Kinder die Spaßbremse. Nicht, weil er den Kleinen das Spielvergnügen nicht gönnt. Birk fürchtet, dass die Kinder schwer verletzt werden könnten. 

Schnee könnte Kinder einschließen

Denn wer mit einem Räumfahrzeug unterwegs sei, könne schwerlich sehen, ob Kinder in Schneehöhlen am Straßenrand spielten, berichtet der Bauhofleiter. Wenn die Massen dann weiter aufgeschüttet oder zusammengeschoben werden, könnte der Schnee die Kinder einschließen. Eltern hätten dieses Risiko gar nicht "auf dem Radar", so Birk.

Er hat deshalb veranlasst, dass die Stadt Eltern in einem Facebook-Post warnt. "Das mag ein toller und spannender Spielplatz sein, ist aber lebensgefährlich!", heißt es dort. Neben der Warnung vor dem Winterdienst weist die Gemeinde in dem sozialen Netzwerk auch auf eine weitere Gefahr hin: auf milde Temperaturen, bei denen der Schnee nass sowie schwer wird und die Höhlen einbrechen. Auch dadurch drohten Kinder verschüttet zu werden.

Zu einem Schneehöhlen-Unfall ist es in Oppenau während Birks Dienstjahren bisher zwar nicht gekommen. Aber in den vergangenen zehn Jahren sei auch nie viel Schnee gelegen, so der Bauhofleiter. Dazu kommt, dass Kinder in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie viel mehr zu Hause sind. Das macht sich bemerkbar. Allein am Wochenende habe er fünf, sechs Schneehöhlen entdeckt, so Birk. 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: