Althengstetts Christoph Hindenach nimmt Maß – doch auch diesmal will der Ball nicht in die Dornstetter Maschen. Foto: Albert M. Kraushaar

Die SG Dornstetten kann mit Punktgewinn in Althengstett gut leben. Die Gastgeber hatten die deutlich besseren Torchancen.

SV Althengstett – SG Dornstetten 2:2 (0:1). Der 23. Bezirksliga-Spieltag hatte es in Sachen Kampf um den Klassenerhalt in sich.

 

Die SG Dornstetten, der SV Althengstett, die SG Ahldorf/Mühlen/Dettensee (alle mit 26 Punkte), direkt davor GW Ottenbronn mit 27 und die SG Bierlingen/Felldorf mit 29 Punkten.

Vier der fünf Mannschaften trafen direkt aufeinander, wer da verliert geht schweren Zeiten entgegen – das war klar.

Chancenverwertung mangelhaft

Diese Botschaft war auch beim SV Althengstett angekommen, der sich mit einem 2:1-Sieg beim VfL Nagold II in die komfortable Lage gebracht hatte, in Sachen Klassenerhalt wieder selbst die Regie zu übernehmen.

Eine Stunde lang stellte sich das jedoch als ein schwieriges Unterfangen dar, die Chancenverwertung war mangelhaft, die SG Dornstetten durch einen präzisen Flachschuss von Philipp Kilian (41.) in Führung gegangen.

Partie auf Augenhöhe

War die Partie bis dahin noch auf Augenhöhe, so übernahmen die Gastgeber im zweiten Abschnitt die Initiative. Nach einer guten Aktion von SVA-Keeper Tom Talmon Gros gegen Felix Burkhardt erspielte sich die Sajko-Elf Chancen im Minutentakt.

Darunter vier gute, aber die Bälle allesamt flogen über den Kasten von Johannes Günter. Der war erst gegen den Kopfball von Jakob Mai nach einem Freistoß aus dem Halbfeld zum 1:1-Ausgleich machtlos.

Althengstett blieb dran, der eingewechselte Niklas Woller knapp drüber (64.), und dann konnte David Odenbach den ebenfalls eingewechselten Christoph Hindenach nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter setzte Savino Marotta sicher in die Maschen.

Gleich danach musste Hindenach das 3:1 machen, traf jedoch nur das Außennetz. Im Gegenzug rettete Tom Talmon Gros gleich zweimal, wobei Dornstetten vergeblich (Ball hinter der Linie) reklamierte.

Es wird dramatisch

Dann wurde es für Althengstett dramatisch! Zuerst sah Dardan Behramaj Rot wegen Notbremse (71.), den fälligen Freistoß donnerte David Odenbach aus knapp 30 Metern in den Winkel (72.).

In der 76. Minute verpasste Patriot Behramaj frei vor Günter das 3:2. Für die ausgepumpten Elvis und Patriot Behramaj war danach Schluss, Ferdinand Stieger und Mehmet Sejdiu kamen – und mit ihnen war die Auswechselbank erschöpft.

Dreifache Überzahl

Als Loris Sailer nach einem Foulspiel verletzt raus musste (81.), war der SVA nur noch zu acht auf dem Platz, als es auch noch Christian Jakobi erwischte (90.) gar nur noch zu siebt.

Bange Minuten für die Gastgeber, aber Dornstetten konnte trotz dreifacher Überzahl in den fünf Minuten Naschspielzeit keine echte Möglichkeit mehr kreieren.

Auf einen Blick

Daniel Sajko, SV Althengstett: „Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu gewinnen, am Ende müssen wir jedoch über den Punkt froh sein, was schmerzt, sind die drei Verletzungen, das sah alles nicht gut aus.“

Kai Totzl, SG Dornstetten: „Dieser eine Punkt kann für uns noch Gold wert sein, denn wir können uns nicht beklagen, wenn wir hier verlieren. Althengstett hatte genügend Chancen, wir müssen uns hintenraus in Überzahl aber cleverer anstellen.

SV Althengstett: Tom Talmon Gros (Tor), Loris Sailer, Dardan Behramaj, Cagdas Günes, Savino Marotta, Patriot Behramaj (52. Niklas Woller), Visar Behrami (78. Ferdinand Stieger), Jakob Mai, Christian Jakobi, Dino Telalovic (65. Christoph Hindenach), Elvis Behramaj (49. Mehmet Sejdiu).

SG Dornstetten: Johannes Günter (Tor), Philipp Kilian (85. Tim Jung), Felix Burkhardt, David Odenbach Christoph Wachter, Nahom Teshaya, Michael Kaupp Fatih Yilmazil (88. Jan Philipp Weber), Kai Totzl (59. Mohamed Ahmend Sisid), Maximilian Böttcher (90.+3.), Philipp Kaupp), Leon Schenkel.

Tore: 0:1 (41.) Philipp Kilian, 1:1 (61.) Jakob Mai, 2:1 (70.) Savino Marotta, 2:2 (73.) David Odenbach.

Schiedsrichter: Benjamin Kauffer.

Zuschauer: 70