Der SV Althengstett hat aus einem spannenden Bezirksligaspiel die volle Ausbeute geholt. Der Siegtreffer war kurios und fiel erst kurz vor Ende der 90 Minuten.
BEZIRKSLIGASV Althengstett – VfL Nagold II 4:3 (3:2). Eine unglückliche Niederlage gegen die SF Gechingen, der späte Ausgleich beim VfR Sulz zum 2:2-Unentschieden, das Pokal-Aus im Elfmeterschießen beim SV Gültlingen – aktuell hat es der SV Althengstett schwer, sich in dieser Saison zu behaupten. Auch, weil der Punktabzug nach dem Spiel bei der SG Oberreichenbach/Würzbach etwas den Schwung genommen hat. Somit waren die Althengstetter froh, nun im Heimspiel gegen den VfL Nagold II die drei Punkte geholt zu haben. Auch wenn dieser klar die Chance dazu hatte, aus Althengstett etwas mitzunehmen.
Offensive Partie
Denn die Gäste waren es auch, die beim SV vorlegten. Daniel Adis war nach fünf Minuten die Führung gelungen, Visar Behrami konnte jedoch im Gegenzug ausgleichen. Beide Teams spielten weiter engagiert nach vorne. Eren Berkan Yilmaz gelang das 2:1 (17.) für Althengstett, Daniel Adis markierte nach gut einer halben Stunde den Ausgleich für Nagold.
Alles wieder offen? Ja, exakt für 60 Sekunden, dann traf der Ex-Altburger Savino Marotta per Strafstoß zum 3:2-Pausenstand. Danach wechselte Althengstett Dardan Behramaj für Jonas Widmayer (Kreislaufprobleme) ein, aber der VfL Nagold II kam mit mehr Schwung zurück. Gabriel Grgic, Julian Köhler, Stefan Wurm, Ibrahim Büyükköse und Jonathan Baumann entwickelten sich zu Aktivposten und sorgten vor allem über die rechte Seite für Gefahr.
Tom Talmon Gros per Reflex gegen Julian Köhler, Ibrahim Büyükköse nach SVA-Abspielfehler an den Pfosten, Stefan Wurm per Freistoß knapp drüber – das 3:3 lag nicht nur in der Luft, sondern nach gut einer Stunde (64.) per Abstauber durch Stefan Vujicic auch im Netz, nachdem Tom Talmon Gros einen Freistoß aus dem Halbfeld nur abklatschen konnte.
Wilde Schlussoffensive
Der Treffer zum 3:3 war verdient, gleichzeitig aber auch das Signal für eine „wilde“ Schlussoffensive, in der sich beide Teams vergeblich um ein viertes Tor bemühten.
Als sich die meisten Zuschauer auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, passierte der entscheidende Lapsus. Ein kurzes Antippen des Balles über einen Meter mit Aufnahme durch VfL-Keeper Laurent Bajraktari wertete der gut leitende Schiedsrichter Rini Iljazi als Rückpass. Elf Nagolder auf der Grundlinie konnten den Einschlag unter der Querlatte durch Patriot Behramaj (88.) zum 4:3-Endstand nicht verhindern.
Auf einen Blick
SV Althengstett: Tom Talmon Gros – Martin Spindler, Patriot Behramaj, Visar Behramai, Edvin Saipi, Jonas Widmayer (46. Dardan Behramaj), Dino Telalovic, Savino Marotta, Cagdas Günes, Elvis Behramaj, Mehmet Sejdiu, Eren Berkan Yilmaz.
VfL Nagold II: Laurent Bajraktari – Nikita Müller, Gabriel Grgic, Denis Andelic, Julian Köhler, Philipp Gauss, Stefan Wurm, Daniel Adis, Tarek Türk, Ibrahim Büyüköse, Jeremie Arlt.
Tore: 0:1 (5.) Daniel Adis, 1:1 (6.) Visar Behrami, 2:1 (17.) Eren Berkan Yilmaz, 2:2 (36.) Daniel Adis, 3:2 (37.) Savino Marotta, 3:3 (65.) Stefan Vujicic, 4:3 (88.) Patriot Behramaj.
Schiedsrichter: Rini Iljazi
Zuschauer: 80