Für Igor Matanovic läuft’s: Gegen Tel Aviv erzielte er sein drittes Tor im neuen Jahr. Das Achtelfinale ist damit zum Greifen nah, nun kommt Köln. Und Matanovic ist „ready“.
Die Schützenhilfe vom Südwestrivalen VfB Stuttgart blieb am Donnerstagabend aus. Denn hätten die Schwaben in Rom gepunktet, hätte der SC Freiburg mit etwas Verzögerung den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug in der Europa League feiern können.
Doch weil die Stuttgarter in der Ewigen Stadt mit 0:2 unterlagen, brauchen die Breisgauer am letzten Spieltag in Lille einen Punkt, um in der kommenden Woche sicher unter den Top Acht zu sein.
So richtig ärgern dürfte man sich beim Sport-Club darüber jedoch nicht. Denn auch so stehen die Chancen auf das direkte Erreichen des Achtelfinals nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Maccabi Tel Aviv sehr gut. Denn vier der sechs Teams, die die Freiburger theoretisch noch abfangen können, brauchen am finalen Spieltag der Ligaphase dazu einen Sieg, Midtjylland und Braga mindestens ein Unentschieden.
Die Tür zum Achtelfinale ist weit auf
Die Tür zum Achtelfinale, sie wurde am Donnerstag weit aufgestoßen. Das lag auch an einem Mann, der immer besser in Tritt kommt: Igor Matanovic. Nach seinem Wechsel im Sommer war der Stürmer zunächst verletzt und kam dann fast nur als Joker zum Einsatz.
Das hat sich im neuen Jahr geändert, gegen Tel Aviv stand er bereits zum zweiten Mal in Folge von Beginn an auf dem Feld – und erzielte sein drittes Tor im Jahr 2026. Nach einer Flanke von Christian Günter köpfte Matanovic sehenswert in den Winkel. „Ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass er mit rechts auch so gut flanken kann wie mit links“, wollte der Matchwinner die Lorbeeren nicht alleine einstreichen.
Ein Spiel als Spiegelbild der bisherigen Saison
Gleichzeitig äußerte sich der 22-Jährige auch selbstkritisch. Denn bereits in der 56. Minute hätte Matanovic sein erstes Tor in dieser Europa-League-Saison schießen können. Oder sogar müssen, wie er selbst sagte. „Klar, das muss ein Tor sein“, analysierte er seinen Fehlschuss. Aus gut zwei Metern traf er die Latte statt ins Tor – eine Chance aus der Kategorie „Hundertprozentige“.
Geduldig geblieben und auf die Chance gewartet
Dass er sich davon jedoch nicht beirren ließ und doch noch zum Matchwinner der Freiburger wurde, spiegelte am Ende gar seinen bisherigen Saisonverlauf wider. „Dass ich einfach auf meine Chance gewartet habe und geduldig geblieben bin“, sagte Matanovic. „Das ist unfassbar wichtig im Fußball, das wissen wir alle. Und wenn du dann deine erste Chance vielleicht nicht nutzt, dass du einfach cool bleibst und dann die zweite nutzt.“
Am Sonntag ist der 1. FC Köln zu Gast
In seiner Premierensaison beim SC Freiburg, so scheint es, hat Matanovic nach der Winterpause seine Chance genutzt – gegen Tel Aviv wurde er von seinen Kollegen mehrfach gesucht und von Günter auch einmal erfolgreich gefunden. Bereits am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) geht’s für die Freiburger weiter. Matanovic ist bereit: „Jetzt erst mal regenerieren. Und gegen Köln bin ich dann auch wieder ready“, sagte er.