Die umfangreiche Sanierung der Ortsdurchfahrt Sitzenkirch ist abgeschlossen.
„Herzlich willkommen in Sitzenkirch“ lautet die Beschriftung am neuen Buswartehäuschen in Sitzenkirch – der Kanderner Ortsteil hat sich nach umfangreichen Baumaßnahmen attraktiv gemausert. Keine Spur mehr von Schlaglöchern, fehlenden Gehwegen und nicht vorhandenen Internetanbindungen. Die Anwohner haben großen Grund zur Freude nach 18 Monaten Bauzeit mit einer Vielzahl von Unannehmlichkeiten.
Die Ortsdurchfahrt samt Straßenbelag ist nun nagelneu, die Einfahrt wurde einladend mit neu gepflanzten Ahornbäumen gestaltet. Privatleute verkauften unkompliziert Gelände, um Gehwege zu erstellen. Eine barrierefreie Bushaltestelle samt dem neuen Wartehäuschen wertet den Ort auf. Es wurden auch neue Stromleitungen und Glasfaser verlegt sowie an der Kanalisation gearbeitet. Die Brücke über den Lippisbach ist saniert. Neu sind auch Straßenlaternen.
Ortsvorsteher Tobias Buss fasste im Pressegespräch zusammen: „Es war ein langer Weg, bis heute das Band durchschnitten wird.“ Die ersten Gedanken zur Sanierung der Ortsdurchfahrt gab es 2014, der Gemeinderat beschloss 2020 die Sanierung.
Viele Gewerke mussten unter einen Hut gebracht werden, darunter die Arbeiten des Regierungspräsidiums als Straßenbaulastträger, der Stadtverwaltung, des Zweckverbands Breitbandversorgung und des Energieversorgers.
Teils komplett gesperrt
Die Koordination wurde vom Tiefbauamt Kandern und vom Planungsbüro Südwest vorgenommen. Von Ende August 2024 bis März 2026 dauerten die Arbeiten mit teils halb- und ganzseitiger Sperrung der L 132 an. Eine temporäre Behelfsfahrbahn beim Enzenbergweg wurde errichtet, die nun wieder zurückgebaut wird. Veranschlagt waren Kosten für den Tiefbau in Höhe von 2,2 Millionen Euro.
Buss zeigte sich erleichtert und sagte beim Festakt auf dem Dorfplatz: „Ein paar Nebenschauplätze, Pflasterungen, Bepflanzungen oder Geländer sind noch in Arbeit. Eine Eröffnungsveranstaltung für das ganze Dorf wird noch geplant.“
Feierlich wurde das Baustellenband durchschnitten. Dem Anlass angepasst hisste der Ortsvorsteher am Ortseingang außerdem die Fahne mit dem Wappen von Sitzenkirch.
Bürgermeisterin Simone Penner freute sich: „Heute ist ein guter Tag für Sitzenkirch.“ Ein langes Kapitel gehe zu Ende. Die Baumaßnahmen hätten gedauert – aber das Ergebnis habe sich gelohnt.
Barrierefreie Haltestelle
Besonders stolz ist die Bürgermeisterin auf die erste barrierefreie Bushaltestelle auf Kanderner Gemarkung. „Hier sieht man, dass Infrastruktur funktional sein kann – und trotzdem Charakter hat“, meinte sie. Die beteiligten Behörden, Planer, Ingenieure und die Bauleitung hätten alle konstruktiv zusammengearbeitet.
„Eine Straße ist nie nur eine Straße. Sie ist Schulweg, Arbeitsweg, Heimweg, sie ist Alltag und ein Stück Lebensqualität“, sagte Penner. Auch Ortsvorsteher Buss dankte allen am Werk Beteiligten.
Für die Bürger waren nach der feierlichen Eröffnung der Straße bei strahlendem Sonnenschein Getränke und Grillwürste beim geselligen Austausch bereitgestellt.