Das Steinacher Gemeindeteam übergab während seiner Sitzung 560 Euro an die stellvertretende Vorsitzende Michaela Vetter (vorne, zweite von rechts) sowie die Ladenleiterinnen Monika Kinast und Ingrid Schmid (hinten von rechts). Foto: Störr

Im Rahmen der Steinacher Gemeindeteam-Sitzung sind 560 Euro an den Förderverein des Haslacher Tafelladens übergeben worden. Die Verantwortlichen informierten über Herausforderungen bei der Arbeit.

Alexandra Vollmer-Himmelsbach erklärte seitens des katholischen Gemeindeteams: „Die Gäste waren etwa zur Hälfte Steinacher.“ Da von Anfang an der Verwendungszweck bekannt gewesen sei, habe das viele Gäste zur Einkehr motiviert.

Als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins bedankte sich Michaela Vetter und stellte die Ladenleiterinnen Monika Kinast und Ingrid Schmid sowie deren Arbeit vor. Dass die Haslacher Tafel als Ausgabestelle von Offenburg geführt werde, sei ein großer Vorteil. Denn so müssten die frischen Lebensmittel lediglich in Offenburg abgeholt werden, das eigenständige Einsammeln in den Märkten und der damit hohe Zeitaufwand blieben erspart.

Der Förderverein sei zu dem Zweck gegründet worden, den Tafelladen zum einen personell auszustatten, zum anderen aber auch haltbare Lebensmittel und Dinge des täglichen Hygiene-Bedarfs einzukaufen. Denn diese Artikel würden von den Discountern selbst verwendet, weil die Ablauf-Daten sehr lange wären.

„Derzeit werden jede Woche 100 Personen bedient, und damit auch 100 Familien“, erklärte Michaela Vetter und sah aufgrund zurückgehender Lebensmittel-Mengen das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei Gründung der Tafeln sei es in erster Linie um die Rettung einwandfreier Lebensmittel vor dem Müll gegangen, mittlerweile würden die Märkte sehr viel bewusster ihre Mengen kalkulieren und beschaffen.

Drogerieprodukte sind sehr gefragt

„Im Moment gibt es viel Obst, aber was fehlt, sind haltbare Lebensmittel, Waschpulver, Seife und solche Sachen“, gewährte sie Einblicke. Konserven würden immer in alle Richtungen benötigt. Mitunter bekomme die Tafel Ware, die irgendwo vom Laster gefallen sei und nehme diese natürlich sehr gerne an.

Auf Nachfrage von Pfarrgemeinderätin Gerlinde Brucker zur Einkaufsberechtigung erklärte Michaela Vetter die Voraussetzungen mit Wohngeldbezug, geringem Einkommen aus Rente oder bei Alleinerziehenden sowie Geflüchteten-Status. „Deutsche Frauen, die keinen Mann mehr haben und mit wenig Geld auskommen müssen, trauen sich oft nicht, um Hilfe zu bitten“, bedauerte die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins.

In der gemeinsamen Überlegung mit dem Pfarrteam entstand die Idee, einen Ansprechpartner für die Einkaufsberechtigten der Gemeinde zu definieren und somit die Anonymität des Bedarfs zu garantieren. Perspektivisch gebe es im Vorstandskreis des Fördervereins auch die Idee, Einkaufsberechtigte möglicherweise anonym zu beliefern.

Gemeindereferentin Claudia Rieger bedankte sich abschließend für den besonders wertvollen Dienst am Nächsten, der durch das Team des Fördervereins geleistet werde: „Das Geld ist in sehr guten Händen.“

Ablauf eines Öffnungstags

Die Ladenleiterinnen Monika Kinast und Ingrid Schmid informierten über den praktischen Ablauf eines Öffnungstages. Die Ausgabe richte sich stark nach dem Angebot. Verkauft werde, was aus Offenburg komme. Wenn es wenig gebe, müssten sich die Einkaufsberechtigten mitunter auch für einen von zwei Artikeln entscheiden. Das werde von den Mitarbeitern im Vorfeld besprochen und sei dann streng reglementiert. Schließlich solle auch der zuletzt Einkaufende noch ein ausgewogenes Angebot vorfinden.