Alpirsbacher Schüler haben bei einer Spendenaktion mehr als 500 Euro für den „Volksbund Deutsche Kriegsgräber“ gesammelt. Dabei trafen sie viele Menschen, die die Organisation gar nicht kennen. Doch die Schüler konnten erklären, welche wichtigen Aufgaben der Volksbund übernimmt.
Die neunte Klasse des Alpirsbacher Progymnasiums hat wieder für den „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ Spenden gesammelt. Dabei kamen über 500 Euro zusammen, ein neuer Rekord für die Haus- und Straßensammlung des Volksbunds in Alpirsbach und Umgebung, wie die Schule in einer Pressemitteilung berichtet.
Im Geschichtsunterricht hatten die Jugendlichen sich zunächst über den Umgang mit Kriegsgräbern und über den Volksbund informiert, bevor sie sich in Gruppen von zwei bis drei Personen aufteilten und sich ein Gebiet zum Sammeln aussuchten.
Der Schüler Felix Kawecki berichtet von seiner Sammlung in Alpirsbach, er sei mit einem Klassenkameraden an einem Samstagnachmittag im Ort unterwegs gewesen, habe bei den Leuten geklingelt und dann erklärt, wer sie sind und was sie wollen.
Viele Leute fragen nach
„Die Anwohner waren sehr freundlich und haben eine große Bereitschaft gezeigt zu spenden,“ so Kawecki. „Doch viele wollten auch wissen, warum wir ausgerechnet für Kriegsgräber sammeln und nicht für andere Organisationen.“
Eine wiederkehrende Frage war laut Kawecki auch, was der Volksbund überhaupt ist. „Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfasst, erhält und pflegt die Gräber der deutschen Kriegstoten,“ erklärt Kawecki.
Außerdem würden auch heute noch Gräber von Vermissten gesucht – auch im Ausland – und gegebenenfalls würden die Toten dann noch umgebettet, um ihnen eine würdige Bestattung zu geben.
Kawecki meint: „Es ist so wichtig, die Menschen daran zu erinnern, dass ein Krieg millionen Menschenleben kostet und daher dürfen wir nicht vergessen, wie wertvoll Frieden ist. Wir müssen die richtigen Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Deshalb ist es auch so sinnvoll, für eine Organisation wie den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden zu sammeln.“
„ Außerdem war es am Ende doch nicht so unangenehm, von Haus zu Haus zu gehen und Spenden zu sammeln, wie viele von uns zunächst dachten“, so Kawecki.