Inge De Vries, hier mit ihrem Mann Martin, erlitt in Italien einen schweren Herzinfarkt. Jetzt bemühen sich Freunde und Verwandte, die Patientin durch eine Spendenaktion nach Schopfheim zu holen. Foto: privat

Nach einem schweren Herzinfarkt in Italien muss die Schopfheimerin Inge De Vries mit einem speziellen Krankentransport heim geholt werden. Familie und Freunde sammeln Spenden.

Die Plakate in Schopfheimer Geschäften und in sozialen Medien machen auf das Schicksal der 53-jährigen Patientin aufmerksam. Es ist bereits drei Wochen her, dass Inge De Vries mit Mann und Schwiegermutter einen Kurzurlaub auf einen Campingplatz bei Rimini an der Adria unternahm. Ihre beste Freundin Petra Kramer berichtet, dass Inge morgens noch auf die Veranda getreten sei, um eine Zigarette zu rauchen. Dann habe sie über Schmerzen im linken Arm und über Übelkeit geklagt. „Dann fiel sie um wie ein Baum“, so die Schilderung des schrecklichen Moments.

 

Herzmassage, bis der Rettungshubschrauber eintrifft

Die Angehörigen reagierten blitzschnell, riefen gleich „Herzinfarkt!“ Sofort wurde mit Herzmassage begonnen, während gleichzeitig zwei Männer an der Pforte alarmiert wurden. „Die beiden haben die Herzmassage bei Inge dann fortgesetzt, bis der Rettungshubschrauber eintraf“, berichtet Petra Kramer. „Das hat ihr das Leben gerettet.“

Die Patientin wurde ins Krankenhaus San Donà di Piave in Ostvenetien geflogen.

Acht Tage lang im Koma

Acht Tage lang lag die Schopfheimerin nach dem schweren Infarkt auf der Intensivstation im Koma. Zwei Wochen lang musste sie auch an der Herz-Lungenmaschine hängen. „Inzwischen geht es Inge etwas besser und sie kann ihre Lage verstehen“, führt Petra Kramer aus.

Ärztin drängt auf Rücktransport

Jetzt kann und muss ein Gedanke daran verschwendet werden, wie man die Patientin zurück in die Heimat holt. „Die behandelnde Ärztin drängt auf einen Rücktransport, aber Inge De Vries einfach in den Pkw zu setzen, das sei noch undenkbar. Außer dem Herzinfarkt wurde eine Knieverletzung durch den Sturz und eine gebrochene Rippe durch die Herzmassage diagnostiziert.

Mehrere Möglichkeiten für den Rücktransport – und alle teuer

Drei Möglichkeiten, je nach finanziellen Möglichkeiten, stehen im Raum. Ein Liegendtransport in einem Krankenwagen, ein Rettungsflug oder ein Spezialtransport in einem regulären Linienflug. „Wir sind gerade dabei, die unterschiedlichen Kosten zu ermitteln“, berichtet die beste Freundin. Der Ehemann der Patientin sei nach Schopfheim zurückgekehrt, um hier Regelungen mit der Krankenkasse zu erörtern.

Beste Freundin hat Spendenaktion gestartet

Die Spendenaktion wurde unverzüglich durch Petra Kramer gestartet. In diversen Geschäften standen Sammelbüchsen und auch auf den Kanälen sozialer Medien wurde auf das Schicksal der 53-jährigen Schopfheimerin aufmerksam gemacht.

Hohe Gebühren bei GoFundMe

„Wir haben keine Sammelaktion bei GoFundMe im Internet gestartet, weil dort 2,9 Prozent Gebühren fällig werden“, sagt Freundin Kramer erklärend. Dass statt dessen ganz normal das private Konto des Ehemannes angegeben wurde, habe bei einigen Menschen Argwohn ausgelöst. „Das ist doch ein Fake, oder?“ Leider nein, der Fall von Inge De Vries ist bittere Realität.

Als Hauswirtschafterin im Mühlehof aktiv

Positiv sei, dass eine Schulkollegin aus Schleswig-Holstein auch in der ursprünglichen Heimat der Patientin trommelt, um den Spendentopf zu füllen. Die Hauswirtschafterin, die im Mühlenhof so vielen alten Menschen geholfen hat und sich großer Beliebtheit freut, braucht jetzt selbst Hilfe.

Reiseversicherung fehlt

„Es wurde keine Reiseversicherung abgeschlossen, deshalb müssen wir privat das Geld für die Rückholaktion auftreiben“, berichtet Petra Kramer. Immerhin seien bereits 1200 Euro zusammengekommen, genug, damit Ehemann Martin Anfang Juni zu seiner Frau fliegen und sich vor Ort darum kümmern kann, Inge De Vries nach Schopfheim zurückzuholen. Für den Transport der Patientin werde aber noch ein Mehrfaches benötigt.

Spendenkonto

Spenden
werden erbeten auf das Konto von Martin De Vries bei der Sparkasse Wiesental, IBAN: DE 22 6835 1557 0003 5057 24. Petra Kramer steht für Rückfragen zur Verfügung unter Tel. 0176/46162890.