Rund fünf Monate war der Edeka in den Calwer Kimmichwiesen wegen eines Brandes geschlossen, bevor er jüngst wieder öffnete. Nun dankten die Betreiber der Feuerwehr.
Ein halbes Jahr ist es her, dass am 25. Juli der verheerende Brand im Edeka ausbrach. Den Ursprung fand das Feuer in einem Leergutautomaten im Eingangsbereich. In kurzer Zeit waren die Flammen auch durch das Dach geschlagen.
Innerhalb weniger Minuten stand ein Großaufgebot der Feuerwehr vor den Türen des Ladens. Stadtbrandmeister Marcus Frank ging noch am selben Tag von einem großen Schaden aus.
Mit dieser Einschätzung sollte er Recht behalten. Marco Saile, Vorstandsvorsitzender der Verbrauchergenossenschaft (VGC) Calw eG, erklärte kurz nach dem Brand, dass mitunter durch die Zusammensetzung der PET-Flaschen, die in dem Feuer verbrannten, ein Säurefilm entstanden sei, der sich auf alles gelegt hat.
3000 Euro gehen als Dank an die Feuerwehr
Das wird auch bei der Spendenübergabe kurz nach der Wiedereröffnung Anfang Januar thematisiert. Denn die VGC überreicht der Feuerwehr Calw mit all seinen Abteilungen einen Scheck über 3000 Euro. Als Dank für den Einsatz im Juli. Unterm Strich seien es im Juli mit THW und DRK fast 100 Einsatzkräfte gewesen, erinnert sich Frank.
Saile wirft einen Blick auf den Schaden. Rund 3,5 bis vier Millionen Euro mache dieser aus – mit einberechnet ist hier auch die Zeit, in der der Laden geschlossen bleiben musste.
Ein mustergültiger Einsatz der Feuerwehr
Der Vorstandsvorsitzende wolle sich nicht ausmalen, was geschehen wäre, wenn die Feuerwehr nicht so zeitig vor Ort gewesen wäre. In nur sechs Minuten sei die Feuerwehr Stammheim mit taktischer Einheit vor der Tür des Edekas gestanden, weiß Frank. Er selbst sei nur eine Minute eher vor Ort gewesen. Saile beschreibt es als „vorbildlichen Einsatz“.
Laut dem Stadtbrandmeister soll das gespendete Geld den Feuerwehrleuten und der Geselligkeit zu Gute kommen. Darüber hinaus freut Frank sich: Es sei nicht selbstverständlich, dass die Einsatzkräfte noch einmal mit den Betroffenen zusammenkommen und eine Ansprache erhalten.
Außerdem: Dass keine Menschen verletzt wurden, hänge auch stark mit dem kontrollierten Handeln der Mitarbeiter zusammen. Das sei „ganz großes Kino“ gewesen.
Vor der Wiedereröffnung gab es viel zu tun
Ursprünglich war eine Wiedereröffnung für vor Weihnachten geplant. Jetzt ist es Anfang Januar geworden. Denn eine Sanierung kostet Zeit. Aufgrund der Säureablagerungen musste alles gründlich geputzt und vieles neu verkabelt werden. Auch rund 300 Quadratmeter Dach galt es zu erneuern.
Doppelt so viele Kunden am Tag der Eröffnung
Am 7. Januar konnte der Edeka wieder öffnen – und zog etliche Kunden an. Im Gespräch mit Vertriebsleiter Julius Kocheise ist zu erfahren, dass es „gut angelaufen“ ist. Am Tag der Eröffnung hätten rund 2000 Kunden den Laden gestürmt. Das seien doppelt so viele wie normalerweise – üblicherweise kämen um die 1000 Kunden, schätzt Kocheise.