Mit dem Auto ihres Vaters flüchtete eine 15-Jährige in St. Georgen vor der Polizei – und landete in einem Schaufenster. Der Vorfall ist längst nicht der einzige dieser Art.
Eine sehr junge Fahrerin wurde der Polizei am Freitagabend in St. Georgen gemeldet. Tatsächlich saß da eine 15-Jährige am Steuer. Sie lenkte das Auto ihres Vaters durch die Bergstadt – und flüchtete vor der Polizei, als diese sie anhalten wollte.
Schließlich endete die rasante Fahrt schlagartig: Als sie von der Bundesstraße 33 in die Industriestraße abbiegen wollte, verlor die Jugendliche die Kontrolle über den Wagen. Mit Karacho crashte sie ins Schaufenster eines Autohauses.
Der Vorfall dürfte in der Bergstadt und darüber hinaus Erinnerungen wachrufen – an drei ähnliche Ereignisse, bei der die Polizei einen jugendlichen Autofahrer nach einer Verfolgungsjagd stellte.
Mit rasanter Fahrweise versuchte ein 16-Jähriger Anfang 2024, einer Polizeikontrolle zu entkommen. Schließlich konnte die Polizei ihn vor seinem Zuhause stoppen. „Da Angehörige die polizeilichen Maßnahmen störten und verhindern wollten, mussten die Beamten Pfefferspray einsetzen“, teilte die Polizei damals mit. Gegen den 16-Jährigen wurden demnach mehrere Strafverfahren eingeleitet.
Bereits im November 2023 war ein 15-Jähriger der Polizei mehr als eine halbe Stunde davongefahren. In einem roten Fiat Punto raste er durch das Stadtgebiet – und wurde erst gestoppt, als ihm im Lärchenweg mit einer Baustelle ein unüberwindbares Hindernis gegenüberstand.
Verfolgungsjagd über zwei Stunden
Und im August 2022 hatte ein damals 14-Jähriger aus St. Georgen sich im BMW seiner Mutter über rund zwei Stunden eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Mit streckenweise 180 Stundenkilometern fuhr der Jugendliche vor den Polizeistreifen davon, die ihn zwischen Bad Dürrheim und Aasen verfolgten.
Lange Liste an Tatvorwürfen
Seine Route führte ihn auch über einen Radweg und die Autobahn – und selbst ein Beinahe-Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto bewegte den 14-Jährigen nicht zum Anhalten. Das schaffte erst ein „unüberbrückbarer Erdaushub“, wie es damals in einer Mitteilung der Polizei hieß. Die Liste der Tatvorwürfe war nach Angaben der Polizei nach dieser Fahrt lang. Zu Schaden kam aber niemand.