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Spektakuläre Rettung Waren Höhlengänger zu leichtsinnig?

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Grabenstetten - Spektakuläre Rettungsaktion mit glücklichem Ausgang: Nach einer kalten Nacht in einer Höhle der Schwäbischen Alb sind zwei von Wassermassen eingeschlossene Männer von Tauchern aus ihrer Notlage befreit worden. Einsatzkräfte brachten am Montag zunächst einen Höhlenführer und später dessen Kunden aus dem weit verzweigten System der Falkensteiner Höhle.

"Sie sind wohlauf und gut versorgt worden", sagte der Rettungsdienstleiter Markus Metzger vom DRK-Kreisverband Reutlingen. Steigende Wassermassen hatten den beiden Höhlengängern am Sonntagabend den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst.

Die beiden Männer saßen etwa 650 Meter tief in der Falkensteiner Höhle zwischen Grabenstetten und Bad Urach fest. Dutzende Sanitäter, Feuerwehrleute sowie Berg- und Höhlenrettung waren am Montagvormittag im Einsatz, um den Eingeschlossenen zu helfen.

Beliebtes Touristenziel

Höhlentaucher begleiteten zunächst den Guide ins Freie, weil dieser erfahrener und körperlich fitter gewesen sei, hieß es von den Einsatzkräften. Der Kunde des Mannes sei zunächst gewärmt und mit Nahrung aufgepäppelt worden. Zwei bis vier Taucher waren je Tauchgang über etwa 25 Meter im Einsatz.

Die Falkensteiner Höhle ist ein beliebtes Touristenziel. Die Touren dort sind aber nicht ungefährlich, weil sich die Höhle bei starkem Regen innerhalb weniger Stunden mit Wasser füllen kann, wie der Höhlenverein Blaubeuren warnt. Um die Höhle begehen zu dürfen, bedarf es laut der Polizeiverordnung von Grabenstetten seit 2018 einer Genehmigung. Höhlengänger müssen dafür eine geeignete Versicherung vorweisen.

Die beiden Männer seien angesichts des heftigen Regens in der Region leichtsinnig gewesen, kritisierte der Einsatzleiter der Höhlenrettung, Michael Hottinger. Sie hätten wissen müssen, dass die Senken in der Höhle volllaufen und so den Rückweg versperren könnten. Wegen des Einstiegs bei steigendem Wasser kritisierte auch Jens Hornung von der Malteser Höhenrettung den verantwortlichen Höhlenführer: "Da kommt man als Profi nicht drauf", erklärte er.

Der Notfall weckte Erinnerungen an das Höhlendrama mit einer Jungen-Fußballmannschaft in Thailand vor rund einem Jahr. Zwölf Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren sowie ihr 25 Jahre alter Trainer waren im Juni 2018 bei einem Ausflug in eine Höhle im Norden des Landes vom steigenden Wasserspiegel überrascht und eingeschlossen worden. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten frei. Rund um die Welt fieberten Menschen bei der spektakulären Rettung mit.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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