Der SPD-Ortsverein Zell ehrte 25 verdiente Parteimitglieder für insgesamt 990 Jahre Mitgliedschaft. Die Ehrung nahm der ehemalige Landesjustizminister Rainer Stickelberger vor.
Der baden-württembergische Justizminister a.D. Rainer Stickelberger und der ehemalige Landtagsabgeordnete Jonas Hoffmann ehrten gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ortsvereins Rainer Sütterle 25 verdiente Parteimitglieder für insgesamt 990 Jahre Mitgliedschaft. Sütterle hob den guten Zusammenhalt im Ortsverein hervor und die vielen Freundschaften, die über die Jahre der gemeinsamen Politik entstanden sind.
Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Heinz Wagner aus Gresgen geehrt, der seinen Werdegang in der Zell-Schönau als Weber, Gewerkschafter und untrennbar damit verbunden SPD-Mitglied schilderte.
Ein Multitalent, rhetorisch, musikalisch, politisch, so bezeichnete Rainer Stickelberger Fraktionschef und Bürgermeisterstellvertreter Thomas Kaiser, der für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrte wurde.
Ebenfalls für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Erwin Vollmer aus Gresgen geehrt. Für seine herausragenden Verdienste für die Zeller SPD und den Stützpunkt Gresgen, den Vollmer seit Jahrzehnten führt wurde er mit der Willi-Brandt- Medaille ausgezeichnet.
Willi-Brandt- Medaille
Minutenlang gab es stehenden Applaus für den Boss, den Rainer Stickelberger als einen seiner wichtigsten politischen Weggefährten würdigte. Erwin sei wie ein Seismograph, der wie kein anderer politische Stimmungen spürt, so Rainer Stickelberger in seiner Laudatio. Mit unnachahmlicher Klarheit und Ehrlichkeit sei Vollmer durch sein politisches Leben gegangen. Wenn der Boss ruft, dann wird dem gefolgt, so Jonas Hoffmann. Er erinnerte daran, dass man als Politiker nicht nach Gresgen eingeladen sondern zitiert werde. Als Fachmann für alle Baufragen habe sich Vollmer im Zeller Gemeinderat einen Namen gemacht. Vollmer selbst erinnerte an die Zeiten der großen Sozialdemokraten, den Besuch von Willy Brandt als regierendem Bürgermeister in Zell und den großen SPD Politiker Walter Faller aus Schopfheim.
Ebenfalls für 50 Jahre SPD Mitgliedschaft wurde Marlies Haselwander, langjähriges Vorstandsmitglied und Schriftführerin geehrt.
Jürgen Sommer aus Todtnau, der die Kriegsjahre in Dresden verbracht hatte erinnerte in mahnenden Worten an die schrecklichen Bombardierungen und die vielen Toten, die er als Kind miterlebt hatte und die sein späteres Leben geprägt hatten.
Michael Levis, der für 40 Jahre geehrt wurde erinnerte daran, dass er als Kind aus einfachen Verhältnissen dank der SPD, welche die Studiengebühren abgeschafft hatte, studieren konnte.
Als Urgestein der Zeller Bahn wurde Karl Argast ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Immer, so Argast, habe er für den Zeller Bahnhof, den Erhalt der Bahnstrecke nach Zell und die weiteren Busverbindungen in die Außenorte und das obere Wiesental gekämpft. Sozial engagiert bei der AWO, als Kreisrat und im Gemeinderat setzt er sich für die Belange der sozial Schwächeren Menschen ein, so Rainer Stickelberger. Jonas Hoffmann lobte seinen Kreistagskollegen für dessen Sachverstand.
Immer getreu dem Motto „nit schwätze sondern schaffe“ wurde Werner Eble, langjähriger Ortsvereinsvorsitzender, Stadtrat und Kassierer ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Claudia Dolzer wurde ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Rainer Stickelberger hob ihre klare und direkte Art hervor. Sie benennt die Dinge beim Namen. In einem leidenschaftlichen Plädoyer betonte Dolzer wie wichtig eine starke Sozialdemokratie sei und verwies auf die weltweit zunehmende Vermögensungleichheit.
Gewerkschafter in SPD0
Siegfried Lais aus Todtnau hob die Verbindung zwischen Gewerkschaft, Betriebsräten und SPD hervor. Als jahrzehntelanger Betriebsrat der Firma Zahoransky habe er immer wieder die Wichtigkeit der gewerkschaftlichen Arbeit für die Arbeiter gespürt. Dank der Gewerkschaften konnten in Deutschland viele Verbesserungen erreicht werden.
Helga Röhrig, Iris Schmidt und Johann Sparta wurden für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt.