Bei der Jahresversammlung des Ortsvereins wurden neben organisatorischen Berichten auch gesellschaftspolitische Fragen und aktuelle Entwicklungen diskutiert.
Eine positive Bilanz ihres politischen Engagements hat die Schramberger SPD bei der Jahresversammlung im Gasthaus „Zum Stammhaus 1888“ gezogen. Vorsitzender Mirko Witkowski begrüßte zahlreiche Mitglieder und stellte neben dem Rückblick auch die künftige politische Ausrichtung in den Mittelpunkt.
Zu Beginn gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder Rudolf Burkhard, Walter Börner und Peter Kopp.
Positive Diskussionskultur
In seinem Rechenschaftsbericht schilderte Witkowski eine Vielzahl an Aktivitäten. Besonders hob er das gute Miteinander im Vorstand hervor. Ein Seminar zum Konfliktmanagement habe bestätigt, dass man über eine ausgeprägte positive Diskussionskultur verfüge. Dieses Gemeinschaftsgefühl spiegelte sich auch in den Aktivitäten wider – von einer Bildungsreise nach Erfurt über die Weihnachtsfeier bis hin zur Erstellung des „SPD-Blättle“.
Erfreut zeigte sich Witkowski darüber, dass Sebastian Haischt dem Ortsverein trotz Wohnortwechsels erhalten bleibt. Haischt kandidiert zudem im SPD-Kreisverband Rottweil als Schriftführer, während die bisherige Schriftführerin des SPD-Kreisverbands Rottweil, Elke Ringl-Klank, dort künftig als Beisitzerin mitwirken möchte.
Hohe Einsatzbereitschaft
Inhaltlich setzte der Ortsverein ebenfalls Akzente. So wurde eine Resolution zur Unterstützung afghanischer Hilfskräfte verabschiedet und an die Bundes- und Landesebene weitergeleitet. Als bereichernd bewerten die Mitglieder den regelmäßigen Austausch zu aktuellen Themen vor den Vorstandssitzungen.
Kritisch äußerte sich Witkowski zum vorgezogenen Termin des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus durch die Stadt Schramberg. Der Tag des Gedenkens sei der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Dieses Gedenken irgendwelchen sonstigen Terminen unterzuordnen bezeichnete er als „unangemessen“.
Mit Blick auf den Landtagswahlkampf hob der Vorsitzende die hohe Einsatzbereitschaft der Mitglieder hervor. An mehreren Samstagen vor der Wahl waren Infostände in der Talstadt und auf dem Sulgen besetzt. „Das ist eine beachtliche Leistung für unseren Ortsverein“, so Witkowski. Der Landtagskandidat Ali Zarabi habe sich dabei auf eine starke Unterstützung vor Ort verlassen können.
Aktionen gegen Gewalt
Den Bericht von Ansgar Fehrenbacher aus dem Gemeinderat Lauterbach verlas Renate Much.
Fehrenbacher verwies auf positive Entwicklungen im Bereich Energieautarkie und Tourismus trotz angespannter Haushaltslage und politischer Turbulenzen.
Für die Kreistagsfraktion verwies Josef Günter auf zentrale Herausforderungen wie die angespannte Haushaltslage und die ärztliche Versorgung. Kritisch äußerte er sich zur Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung.
Kassierer Philipp Mauch wurde nach geprüfter, einwandfreier Kassenführung einstimmig entlastet. Auch die Arbeitsgemeinschaften berichteten von regem Engagement: Die Rentnerwanderer verzeichnen weiterhin gute Teilnehmerzahlen, die SPD-Frauen setzen sich unter anderem mit Aktionen gegen Gewalt an Frauen für gesellschaftliche Themen ein, und die Jusos waren stark im Landtagswahlkampf eingebunden.
So wurde gewählt
Bei den Wahlen hat die SPD Schramberg zentrale Funktionen im Ortsverein bestätigt.