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SPD-Parteivorsitz Das sagt die Basis in der Region zur Wahl

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Das neue Führungsduo der SPD: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans Foto: Cordes

Kreis Calw/Kreis Freudenstadt - Jetzt steht es fest: Die neue Vorsitzende der Bundes-SPD kommt aus dem Nordschwarzwald und heißt Saskia Esken. Die Genossen in den Kreisen Calw und Freudenstadt freuen sich, verbinden das aber mit ganz konkreten Vorstellungen für die zukünftige Arbeit der neuen SPD-Chefin.

Daniel Steinrode gibt offen zu, dass er überrascht ist. Der ehemalige SPD-Landtagskandidat, Ex-Kreisrat und aktueller SPD-Fraktionschef im Nagolder Gemeinderat hat "am Anfang nicht damit gerechnet", dass Saskia Esken dieses Rennen um den Parteivorsitz gewinnen und damit in die Fußstapfen von Willy Brandt und Gerhard Schröder treten kann. Doch in den vergangenen Wochen und Monaten habe sie einen wahren Marathon hingelegt und eine "tolle Leistung" gebracht. Dafür gebühre ihr "großer Respekt", so der Nagolder, der eher zum rechten Parteiflügel gerechnet wird. Esken stehe jetzt gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans vor der großen Aufgabe, die Partei zusammenzuführen.

"Deutschland ist wichtiger als die Partei"

Gleichzeitig müsse das Duo jetzt aber auch auf das Land schauen und gewährleisten, dass Deutschland eine stabile Regierung habe. Seine Priorität dabei ist klar: "Deutschland ist wichtiger als die Partei". Steinrode warnt vor einem "überstürzten" Verlassen der Großen Koalition, die nicht schlecht gearbeitet habe, so der Genosse weiter.

In der Partei müssten nun alle gemeinsam miteinander arbeiten. Allerdings nimmt er das neue Führungsduo Esken/Walter-Borjans explizit in die Pflicht: "Sie müssen liefern", sagt der Nagolder im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. "Aber man muss den beiden auch eine Chance geben." Daran, dass der noch anstehende Parteitag an der jetzt getroffenen Wahl rütteln wird, glaubt Steinrode nicht. "Der Parteitag ist nur noch reine Formsache", ist er sich sicher.

Manfred Stehle aus Althengstett, über 50 Jahre in der Partei und ehemaliges Mitglied der Landesregierung, hatte sich vor gut einer Woche kritisch zur Kandidatur von Saskia Esken zur Vorsitzenden der SPD geäußert. An seiner Haltung habe sich nichts geändert, teilte der Sozialdemokrat am Sonntag mit. Die neue Führungsspitze habe aber – wenn sie der Parteitag am kommenden Wochenende bestätigt – "einen Anspruch darauf, dass die Partei solidarisch hinter ihr steht und die Mehrheitsentscheidung der Mitglieder respektiert".

Andererseits könne von den neuen Vorsitzenden erwartet werden, "dass sie im Interesse der Glaubwürdigkeit der SPD den Koalitionsvertrag mit der Union nicht mehr in Frage stellen". Die SPD sei in ihrer langen Geschichte immer eine Partei gewesen, "auf die Verlass ist und die demokratische Regeln einhält".

Weschenmoser gratuliert Führungsduo

Viviana Weschenmoser, SPD-Kreisvorsitzende im Kreis Freudenstadt, gratuliert dem neuen Führungsduo. Die Partei habe gezeigt, dass sie lebendig sei, "dass es sich lohnt, für die Grundwerte der Sozialdemokratie einzustehen, und es ist gut zu wissen, dass es so viele Menschen gibt, die bereit sind hierfür Verantwortung zu übernehmen", schreibt Weschenmoser am Sonntag in einer Stellungnahme.

Die Partei brauche eine stabile Führungsriege, gleichzeitig müsse frischer Wind durch die Parteizentrale wehen, fordert die Genossin aus Horb, die Esken und Walter-Borjans drei gute Wünsche mit auf den Weg gibt: "Kühlen Kopf bewahren, heiße Debatten führen und stark in der Haltung bleiben."

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