Der Vorstand der Triberger Sozialdemokraten mit (von links) Bundestagkandidatin Derya Türk-Nachbaur, Susanne Muschal, Paul Dold, Fritz Maier, Ralf Mauscherning, Mike Mauscherning, Rolf Dickmann, Nikolas Kienzler und dem bestätigten Vorsitzenden Friedhelm Weber. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder Bote

Politik: SPD-Ortsverein tagt / Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Derya Türk-Nachbaur zu Gast

Kontinuität war erneut Trumpf bei der SPD Triberg. So kann Friedhelm Weber als Vorsitzender des Ortsvereins für die beiden nächsten Jahre auf seine vertraute Mannschaft setzen – mit einer Ausnahme: Nikolas Kienzler, das jüngste SPD-Mitglied, wurde ebenfalls in den Beirat gewählt.

Triberg. Beinahe übertraf die Zahl der Gäste die der anwesenden Mitglieder. Es waren die "üblichen Verdächtigen" aus der Raumschaft vertreten mit dem Vorsitzenden Volker Kölsch aus Schonach und seinem jungen Kollegen Simon Duffner aus Schönwald, der auch seine Großeltern Marianne und Lukas Duffner mitgebracht hatte. Dazu hatten sich Oliver Freischlader aus St. Georgen, Dieter Müller aus Hornberg sowie Gerhard Wöhrle aus Gutach eingefunden – und die Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin Derya Türk-Nachbaur.

Der Triberg Ortsverein ist ein eher übersichtlicher, aber auch extrem rühriger Verein, aktuell hat er 14 Mitglieder. Nach dem Schwerpunkt des Jahres 2019, der Kommunalwahl, sitzen vier Mitglieder im Gemeinderat. Gekostet habe der Wahlkampf rund 1300 Euro. Susanne Muschal habe mit 1343 Stimmen das zweitbeste Ergebnis aller Ratsmitglieder erreicht. Ihnen mache die Unechte Teilortswahl zu schaffen, da sie in den Ortsteilen kaum Bewerber fänden. "Nach fast 50 Jahren könnte man die unechte Teilortswahl langsam abschaffen, allerdings fürchten da manche um ihre Pfründe", meinte Weber.

Einige Termine abgesagt

Leider habe man den Kabarettabend mit Käthe Kächele absagen müssen, wie Pandemie-bedingt viele Termine abgesagt werden mussten – auch politische. Weiter habe die SPD bei der Landtagswahl im laufenden Jahr das historisch schlechteste Ergebnis eingefahren – was aber keinen Einfluss auf die anstehende Bundestagswahl habe. "Da sind wir guten Mutes", so Weber.

Die Fraktionsvorsitzende Susanne Muschal fasste sich kurz: Die Zusammenarbeit auch mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat laufe gut. Der Haushalt sei Pandemie-bedingt allerdings eher schwach auf der Brust, auch, weil zwei große Steuerzahler abgezogen seien. Friedhof und Breitband seien die Herausforderungen der nächsten Zeit. Zum Bedauern ihrer Fraktion sei man beim Waldsportbad nicht ihrem Vorschlag gefolgt, noch ein Jahr zu warten, ob sich die Lage bessere, sondern habe die Sanierung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Kassiererin Susanne Muschal konnte nach den Ausgaben 2019 eine gestärkte Kasse vorweisen. Dies sei in diesem Jahr auch nötig, um den Bundestagswahlkampf zu unterstützen. Die Revisoren Christa Weber und Rolf Görsch zeigten sich zufrieden mit der Kassenführung und empfahlen Entlastung, die dem gesamten Vorstand auf Vorschlag des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Oliver Freischlader erteilt wurde.

Freischlader verteidigte die Entscheidung des Kreistags, eine weitere Verkehrsverbindung nicht einzuführen, nachdem ihm Weber vorgeworfen hatte, man fühle sich verkehrstechnisch abgehängt: "Die Kosten wären unverhältnismäßig hoch gewesen." Dennoch sei er sicher, dass die Verbindungen besser und günstiger würden.

Türk-Nachbaur motiviert

Bundestagskandidatin Derya Türk-Nachbaur machte Mut für die anstehenden Wahlen. Angesichts der vielen durch die Sozialdemokraten erreichten Dinge habe man etwas vorzuweisen – leider komme vieles beim Bürger nicht so an. "Die SPD wird auch morgen gebraucht. Viele haben sich gegen die große Koalition gewehrt" – im Nachhinein bin ich froh über die Regierungsbeteiligung, betonte die Kandidatin.

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen: Als Vorsitzender wurde erneut Friedhelm Weber bestätigt, seine beiden gleichberechtigten Stellvertreter bleiben Mike Mauscherning und Susanne Muschal; Letztere wird in Personalunion auch die Kasse weiter führen. Ute Meier wurde als Schriftführerin bestätigt. Beisitzer sind Paul Dold, Fritz Maier, Rolf Dickmann, Nikolas Kienzler und Ralf Mauscherning – auch die Kassenrevision bleibt in den bewährten Händen von Christa Weber und Rolf Görsch.