Der SPD-Ortsverein Dornstetten-Waldachtal hatte Bürger zur Zukunftswerkstatt nach Dornstetten eingeladen. Foto: TF

Der SPD-Ortsverein Dornstetten-Waldachtal lud zur Zukunftswerkstatt in das Obere Torhaus nach Dornstetten ein. Dabei fanden die Teilnehmer deutliche Worte zur politischen Lage.

Neben zahlreichen Vertretern aus der Vereinslandschaft, dem Pflegesektor, der Schule, dem Ehrenamt und der Sozialversicherung begrüßte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Burkhard Gräbe Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und die SPD-Landtagskandidatin Bettina Ahrens-Diez. Davon berichtet Eskens Bürgerbüro in einer Mitteilung.

 

In seiner Einführung stellte Gräbe heraus, dass es im Dialog gerade um die Perspektiven und Erfahrungen der breiten Bevölkerung gehe, um die Herausforderungen von morgen zu meistern. Daraufhin entwickelte sich unter den Teilnehmern schnell eine Diskussion.

„Wir werden hier und heute nicht für alle Probleme eine abschließende Lösung finden, gemeinsam können wir aber Ideen aufgreifen und versuchen, künftige Chancen zu formulieren“, so Esken.

Themen wie der Bau von Windkraftanlagen würden beispielsweise vielerorts in den Kommunen diskutiert, dies setze aber auch einen dringenden Ausbau des Energienetzes voraus, gab Stadtrat Hans Lambacher zu bedenken.

„Das wichtige Engagement für unser Gemeinwohl in der Gesellschaft wird insbesondere von Millionen von Ehrenamtlichen getragen“, stellte eine Teilnehmerin heraus.

Die Finanzen als Hürde

„Bei allem was wir in den Kommunen tun, müssen wir natürlich auch mit Blick auf die kommenden Genrationen immer die Finanzen verantwortlich im Auge behalten“, wurde Bettina Ahrens-Diez deutlich.

Wenn es nach dem Dornstetter Alt-Stadtrat Bernhard Allgeier geht, müsste es in Baden-Württemberg ähnlich wie in Rheinland-Pfalz längst eine gebührenfreie Kita, mehr notwendige Schulsozialarbeit und ein breiteres Angebot für die Ganztagesbetreuung geben. Saskia Esken erinnerte daran, dass sich die Bundesländer in ganz unterschiedliche Finanzsituationen befänden. Auch hier müsse man beim Stichwort Länderfinanzausgleich noch einmal genau reflektieren.

„Es kann doch nicht sein, dass..“

„Wir brauchen jetzt einen Ruck durch unser Land“, forderte die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Pia Böttcher aus Schopfloch. „Es kann doch nicht sein, dass wir in einem eigentlich reichen Land wie unserem, zwischenzeitlich eine so marode Infrastruktur zum Beispiel bei den Brücken und der Bahn haben und darüber hinaus diskutieren müssen, medizinisch notwendige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime auf dem Land zu schließen.“ Dem pflichtete Saskia Esken bei und verwies auf die deshalb von der Bundesregierung beschlossene „Investitionsoffensive“ in Form eines Sondervermögens von über 500 Milliarden Euro.

„Das Geld muss am Ende vom Tag aber auch genau da ankommen, wo es vor Ort in den Schulen, Kitas und im Straßenbau am dringendsten benötigt wird“, so Burkhard Gräbe zum Ende der Veranstaltung.