Guido Speiser (von links), Anton Graf (SPD), Dragan Rajic (SPD), Konstantin Tenberken (SPD), Rechtsanwalt Claus Lengl. Foto: SPD

Die SPD-Kandidaten besuchten den Mieterbund. Dabei ging es vor allem um das Thema bezahlbarer Wohnraum.

Wie ist die Lage am Wohnungsmarkt? Stehen genügend Wohnungen zur Verfügung? Gibt es ausreichend Sozialwohnungen in Rottweil? Diese und andere Fragen standen beim Besuch der SPD-Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag beim Mieterbund Rottweil im Vordergrund.

Guido Speiser, Vorsitzender des Mieterbundes, berichtete, dass die Lage am Wohnungsmarkt in Rottweil angespannt sei. Dies liege unter anderem daran, dass Rottweil im Vergleich zu anderen Kommunen im Umland überdurchschnittlich hohe Mieten bei Wiedervermietung aufruft.

Immer weniger Mietwohnungen

Des Weiteren würde sich bemerkbar machen, dass die Zahl der in Rottweil zur Verfügung stehenden städtischen Mietwohnungen in den vergangenen 20 Jahren von 370 auf 270 Einheiten gesunken sei. Dass der Bedarf an Beratung hoch sei, merke man an der Zahl der wöchentlichen Beratungen. Aktuell würden sich jede Woche 15 bis 20 Personen an den Mieterbund wenden.

Aufgrund dieser Entwicklung nimmt sich die SPD dieser Themen im Wahlkampf auf Kommunal- und Landesebene besonders an, so der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rottweil, Anton Graf.

Gerade für Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen oder Renten sei die Belastung oft unverhältnismäßig hoch und für immer mehr Mieter nicht mehr bezahlbar. Daher will die SPD, dass diese Menschen nicht mehr als 30 Prozent ihres Nettohaushaltseinkommens für die Miete ausgeben müssen. Ziel ist es, den sozialen Wohnungsbau und die Sanierung von Sozialwohnungen unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit mit intelligenten Lösungen voranzutreiben.