Rund 400 Menschen gingen in Calw gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. Foto: Geideck

Es werden immer mehr: 400 Maßnahmen-Gegner sind am Montag in der Calwer Innenstadt beim sogenannten Lichterspaziergang auf die Straße gegangen – erneut ein Rekord. Eine Gegendemo gab es dieses Mal nicht. Die Polizei zeigte wieder Präsenz.

Calw - Wieder ein Teilnehmer-Rekord beim Lichterspaziergang in der Calwer Innenstadt: Laut Polizei schlossen sich am Montag rund 400 Personen dem Protestzug gegen die Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht an. Er führte vom Marktplatz über die Biergasse in die Calwer ­Lederstraße. Anders als in der Woche zuvor fand dieses Mal keinen Gegendemo statt.

Alles bleibt friedlich

An der Premiere vor zwei Wochen nahmen rund 250 Maßnahmen-Gegner teil. Vergangene Woche bezifferte die Polizei die Zahl der Protestierenden dann auf 300. Beide Lichterspaziergänge waren nicht angemeldet und damit nicht genehmigt. Das galt auch für diesen Montag. Michael Wenz, Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Pforzheim, bestätigt gegenüber unserer Redaktion: "Die Versammlung wurde im Vorfeld nicht bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet."

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Allerdings: Wie schon bei den beiden Lichterspaziergängen zuvor kam es auch in dieser Woche zu keinerlei Zwischenfällen. Anders als beispielsweise in Friedrichshafen, wo sich am Montag rund 3000 Maßnahmen-Gegner versammelten und unter anderem eine Polizeikette durchbrachen, blieb es in Calw friedlich.

170 Veranstaltungen

Insgesamt seien in Baden-Württemberg am Montag laut Innenministerium rund 50.000 Maßnahmen-Gegner bei rund 170 Veranstaltungen auf die Straße gegangen. Mehr als 2500 Polizisten waren dabei im Einsatz. Wie viele Beamte es in Calw waren, will das Pforzheimer Präsidium aus einsatztaktischen Gründen nicht bekanntgeben.

Die Polizei rechnet an den kommenden Montagen mit weiteren Lichterspaziergängen in der Hessestadt.