Ein freudiger Moment für Tuningen: Der Spatenstich für das neue Gewerbegebiet Kalkhof. Foto: Heinz Wittman

In Tuningen war am Montag Spatenstich für das neue Gewerbegebiet Kalkhof 2. Die Erschließung des 2,2 Hektar großen Gebietes kostet eine Million Euro und soll im Oktober fertig sein.

Just zum Termin des Spatenstiches hatte der Regen am Montagmorgen in Tuningen kurz ausgesetzt. Bürgermeister Ralf Pahlow, Ingenieur Rainer Christ und etliche Gemeinderäte konnten so trocken zur Tat schreiten.

 

Das neue Gewerbegebiet ist praktisch die Verlängerung der bisherigen Gewerbestraße noch weiter nordöstlich in Richtung Bundesstraße 523, beziehungsweise Auffahrt zur Autobahn 81. Die Verkehrsanbindung des neuen Gewerbegebietes ist also überragend.

„Es ist ein besonderer Moment. Hier geht es nicht um eine normale Unterhaltungsmaßnahme, sondern um Investitionen in Arbeitsplätze“, sagte Bürgermeister Ralf Pahlow. In den bisherigen acht Jahren seiner Amtszeit habe er noch keinen Spatenstich erleben dürfen. Bis 2020 war die Ansiedlung der Firma SF Filter in Tuningen an dieser Stelle in Aussicht gestellt worden. „Die Firma wurde dann aber verkauft, ist jetzt in Immendingen“, so Pahlow.

Jetzt sollen sieben heimische Firmen, bevorzugt aus Tuningen, die Fläche nutzen. Erst vor wenigen Tagen habe er die jüngste Anfrage einer Tuninger Firma für die Nutzung des neuen Gewerbegebietes erhalten, freute sich der Bürgermeister.

Der formale Startschuss für Kalkhof 2 sei im September 2022 gefallen. Im November 2023 wurde vom Gemeinderat dann der Aufstellungsbeschluss gefasst. „Es war ein schwerer Kampf gegen Fachbehörden“, erinnert sich Pahlow. Aufgrund von Geländeverbrauch oder Hochwassergefahr sei das Projekt in Frage gestellt worden. „Wir haben es aber geschafft, dass wir heute eben doch den Spatenstich machen“, sagte Bürgermeister Pahlow auch mit etwas Genugtuung.

Schnelles Internet

Die Erd- und Tiefbauarbeiten führt die Firma Stumpp aus Balingen durch. Für die Wasserleitung sorgt die Firma Rack aus Renquishausen. Leitender Ingenieur ist Rainer Christ von der Villinger Firma BIT-Ingenieure. Vom Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar erhält das Gewerbegebiet auch schnellen Internetzugang. „Ohne einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss geht heutzutage gar nichts mehr“, weiß Pahlow.

Die Erschließung des Gebiets soll im Oktober fertig sein.