Beim Spatenstich (von links): Maik Lehn, Björn Peickert, Richard Wolfframm uns Ugur Vural Foto: Grimm

Mit dem Spatenstich hat der Bau des Pflegeparks begonnen, den der Generalunternehmer Köster GmbH im Auftrag der Deutschland.Immobilien errichtet und den die Servicehaus Sonnenhalde MSG GmbH auf dem Gelände des ehemaligen Pflegehauses Silberdistel betreiben wird.

Stetten a. k. M. - Der Wohnpark mit dem Namen "Viertel4" wird aus vier Gebäuden mit je 20 seniorengerechten Wohneinheiten bestehen, die auf je zwei Geschosse verteilt sind. Im Erdgeschoss wird jeweils eine Tagespflege eingerichtet, die mit rund 350 Quadratmetern deutlich mehr Platz bietet, als in herkömmlichen Pflegeeinnrichtungen, wie der künftige Betreiber Richard Wolfframm betonte.

Mit Wolfframm, dem Aufsichtsrat der Deutschland.Immobilien, Björn Peickert, und Ugur Vural von Köster GmbH, Bereichsleiter Kompetenzcenter Sozialimmobilien Süd, rammte Bürgermeister Maik Lehn den Spaten in die Erde. Seit 19. Juli hatten die Bagger das Gelände eingeebnet. Fertiggestellt werden soll das Projekt laut Aussage von Björn Peickert im Frühsommer 2023. Wolfframm und Peickert betonten, das Pflegekonzept sei auf "absolute Individualität" und Selbstständigkeit der Bewohner "in einem großzügig gestalteten Quartier" ausgerichtet. Senioren sollen nach Bedarf individuell abgestimmte Leistungen aus dem Angebot des Betreibers dazubuchen können.

Die Wohneinheiten werden in acht Zweizimmerappartements mit jeweils rund 67 Quadratmetern und in 72 Einzelzimmerappartements zu je rund 35 Quadratmetern für 88 Personen aufgeteilt sein. So könne auch mal ein Angehöriger übernachten. Laut Deutschland.Immobilien können sich noch Investoren an diesem "langfristig vermieteten Renditeobjekt im wachsenden Marktsegment ›Betreutes Wohnen plus‹ mit attraktiven Mietzinsen" beteiligen.

"Wichtiges Zukunftsprojekt"

Maik Lehn bezeichnete den Bau als "wichtiges Zukunftsprojekt in der Daseinsvorsorge für die Menschen unserer Gemeinde und der Region". Er erinnerte an den Tag im November 2018, "als die Ankündigung der Schließung des Ameos-Pflegehauses Silberdistel wie eine Bombe in der Gemeinde eingeschlagen hat". Die Entscheidung, sich vom Standort Stetten zu trennen, sei ohne Einbindung der Gemeinde oder des Gemeinderates getroffen worden und habe alle vor vollendete Tatsachen gestellt.

Gleichwohl dankte Lehn dem Ameos-Konzern, dass er die Abwicklung respektive den Verkauf der Liegenschaft in einem guten und stetigen Austausch mit der Gemeinde vorangetrieben habe und mit Deutschland.Immobilien ein verlässlicher und guter Partner gefunden worden sei.

Vor dem Hintergrund der künftigen ärztlichen Versorgung – noch sei sie gut, doch das könne sich schnell ändern, so Lehn – hatte sich die Verwaltung gewünscht, eine Arztpraxis in den neuen Räumen zu integrieren. "Leider sind unsere Bemühungen in dieser Sache erfolglos geblieben, so dass dieses Thema uns alle weiterhin umtreiben wird", so Lehn. Das Thema stehe "ganz oben auf der Agenda der Gemeinde".