Beim Spatenstich (von links): Bauleiter Jochen Hablitzel (Firma Rath), Bauingenieur Theo Gärtner, Bürgermeister Dieter Bischoff, Bauunternehmer Karl-Helfried Rath und Hauptamtsleiter Marco Kaupp. Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Sanierung: Arbeiten im Lehnle und in der Uhlandstraße sind in vollem Gang / Ehrgeiziger Zeitplan

Pfalzgrafenweiler. Die Gemeinde Pfalzgrafenweiler lässt dieses Jahr viele Baumaßnahmen ausführen, so auch in der Straße Im Lehnle und der Uhlandstraße. Beim verspäteten Spatenstich wurden die Arbeiten vorgestellt.

"Der schwierigste Part ist schon abgeschlossen", sagte Bürgermeister Dieter Bischoff im Beisein der Baubeteiligten. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten, auf die man lange gewartet hatte, seien bereits gut gestartet. Nach den Planungen für die Sanierung des Kanals, der Wasserleitungen und der Straßen im Jahr 2015 und dem Baubeschluss des Gemeinderats 2019 sollte es eigentlich im vergangenen Jahr losgehen. Kurz vor der Pandemie, so Bischoff, hätten zum Glück im Februar 2020 noch die Bürger informiert werden können.

Kapazitätsengpässe beim zwischenzeitlich nach Haiterbach umgezogenen Bauunternehmen Rath führten jedoch zu einer Verschiebung des Baubeginns auf dieses Frühjahr und der Fertigstellung von Mai auf August. Den Anwohnern blieb so aber eine Winterbaustelle mit all ihren Beeinträchtigungen erspart.

Bauingenieur Theo Gärtner stellte die veränderte Planung vor. Ursprünglich sollten entlang der Straße Im Lehnle Buchten mit Bäumen zur Verkehrsberuhigung eingerichtet werden.

"Das sah der Bürgermeister kritisch, und die Anlieger wollten das auch nicht", erklärte Gärtner. Wegen der begrenzten Ausbaubreite, die für einen Begegnungsverkehr zu schmal gewesen wäre, habe man letztlich darauf verzichtet. Auch ein separater Gehweg werde im Lehnle nicht gebaut, stattdessen werde die 4,40 Meter breite Straße mit überfahrbaren Seitenstreifen niveaugleich ausgebaut.

In der ebenso breiten Uhlandstraße wechselt der Gehweg von Nord nach Süd. Je nach Kosten sollen die Seitenstreifen asphaltiert oder mit Pflaster versehen werden.

Herausforderungen im Erdreich

Die Kosten für die Sanierung der beiden Straße betragen 900 000 Euro und liegen damit etwa 13 Prozent über dem veranschlagten Rahmen. Was das Abwasser angeht, liegt ein Förderbescheid in Höhe von 80 Prozent der Kosten vor. Die Bauarbeiten werden laut Gärtner erschwert durch bereits im Erdreich verlaufende Leitungen für Erdgas, Nahwärme und Breitband sowie Privatleitungen. Die Herausforderung liege darin, diese freizulegen für den tieferliegenden Kanal, erläuterte der Bauingenieur.

Die Straßenbeleuchtung ist im Lehnle bereits fertiggestellt, in der Uhlandstraße ersetzen künftig fünf neue Pilzleuchten die drei alten Lampen. 300 laufende Meter Wasserleitung werden verlegt und 250 laufende Meter Kanal im Mischsystem. Die Besonderheit dabei ist, dass die im Jahr 2004 gebaute Abwasserleitung aus der Christoph-Decker-Straße über die Straße Im Lehnle fortgeführt wird. Alte Wasserhausanschlussleitungen werden ausgetauscht, und die Weiler Wärme wird weitere drei Gebäude an die Nahwärmeversorgung anschließen. Während der Bauphase, der ein ehrgeiziger Zeitplan zugrunde liegt, sollen die Beeinträchtigungen für die Anlieger möglichst gering gehalten werden.

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