Symbolik mit Tradition: Mit dem klassischen ersten Spatenstich begann jetzt das Bauprojekt „Erweiterung Kindergarten Bueloch“. Die Rohbauarbeiten übernimmt die Meßstetter Baufirma Berger. Unser Foto zeigt (von links): den Fraktionsvorsitzenden Matthias Schwarz (Freie Wähler), Lars Neuschl (Baufirma Berger), Bürgermeister Frank Schroft, den Bauunternehmer Ernst Berger, Architektin Bettina Buk, Stadtbaumeister Claus Fecker, Hauptamtsleiter Thomas Berg, die Kindergartenleiterin Kerstin Knapp und deren Stellvertreterin Patricia Wolfer sowie Oliver Rentschler, den Fraktionsvorsitzenden der Bürgerliste. Foto: Stadt Messstetten/Volker Bitzer

Mit dem symbolischen Spatenstich am Kindergarten im Meßstetter Gebiet „Bueloch“ biegt die jahrelange Sanierung auf die Zielgeraden ein.

Es geht los: Mit dem symbolischen Spatenstich war dieser Tage Baustart am Kindergarten Bueloch in Meßstetten. Um die Gesamtzahl der städtischen Kindergartenplätze zu erhöhen, entstehen hier 40 weitere Plätze. Weiter heißt es dazu in einer städtischen Pressemitteilung: „Dafür ist ein Erweiterungsbau an den bisherigen Hort notwendig, aber auch das Bestandsgebäude wird modernisiert und der gesamte Kindergarten mit dann sieben Gruppen neu strukturiert.“

 

Insgesamt 2,86 Millionen Euro sind für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen eingeplant. Es ist das finanziell größte Projekt, das Meßstetten gegenwärtig schultert und das im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein soll. Bürgermeister Frank Schroft dazu: „Der heutige Spatenstich markiert den Start für ein weiteres, wichtiges Zukunftsprojekt in unserer Stadt.“

Erweiterung auf sieben Gruppen

Ein Blick zurück: Im Mai 2023 präsentierte das Architekturbüro Hölle im Gemeinderat zunächst eine Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des Kindergartens. Der Hintergrund: In den Kindertageseinrichtungen in der Gesamtstadt standen keine kurzfristigen Plätze mehr zur Verfügung. In fast allen Einrichtungen bildeten sich sogar Wartelisten. Hauptamtsleiter Thomas Berg unterfütterte mit Zahlen: Alle 561 Kindergartenplätze in der Gesamtstadt Meßstetten waren belegt. Zudem prognostizierte er für die Folgejahre einen Bedarf von mindestens 115 weiteren Plätzen. Weil jetzt aber alle städtischen Kindergartengebäude räumlich bis oder sogar über die Kapazitätsgrenzen ausgeschöpft waren, beauftragte der Gemeinderat auf Basis der Machbarkeitsstudie das Balinger Architekturbüro mit der Erstellung eines Vorentwurfs, um den Bueloch-Kindergarten zu vergrößern. Dieser lag im Januar 2024 auf dem Tisch der Gemeinderäte. Das Konzept sieht vor, den Kindergarten auf sieben Gruppen zu erweitern, bislang waren es drei Stammgruppen und zwei Krippengruppen. Es entstehen 40 neue Plätze.

Der Altbau soll modernisiert werden und mit einer veränderten räumlichen Anordnung ins Gesamtkonzept einfließen. Die Baukosten summieren sich am Ende auf circa 2,4 Millionen Euro. Trotzdem sagte das Gremium 2024 „Ja“ zu diesem Vorhaben. Am 5. März erteilte das Landratsamt dann die Baugenehmigung. In der März-Sitzung 2026 vergab der Gemeinderat dann die Rohbauarbeiten zur Erweiterung des Kindergartens, die nun mit dem symbolischen Spatenstich offiziell starteten. Sehr zur Freude von Stadtverwaltung und Gemeinderat: Der gestellte Antrag auf Zuschussmittel war zwischenzeitlich positiv beschieden. Bezuschusst werden 30 Prozent der Baukosten mit einem Fördersatz in Höhe von 60 Prozent. Die Zeitschiene sieht vor, dass die Rohbauarbeiten Ende Juni abgeschlossen sind. Parallel dazu werden weitere Gewerke ausgeschrieben.

Kinder und Jugendliche können sich auf Skatepark freuen

Ebenfalls in den nächsten Wochen werden Bagger auf dem benachbarten Grundstück zum Kindergarten Bueloch anrücken. Das Sport- und Freizeitgelände, das sich direkt an den Schulhof der Bueloch-Grundschule und die dortige Sporthalle anschließt, soll bekanntlich ebenfalls modernisiert werden. Zudem dürfen sich die Kinder und Jugendlichen auf einen Skatepark freuen.

Das alles kostet wiederum stark 580.000 Euro, doch auch hier gibt es eine Förderung. In der April-Sitzung 2026 vergab der Gemeinderat auch die Bauleistungen für den siebten Bauabschnitt der Neugestaltung des Straßenraums im Zuge der „Sanierung Bueloch“; es geht um die Erneuerung der Gottlieb-Daimler-Straße.

Sind der Kindergarten-Erweiterungsbau, die Umgestaltung des Sport- und Freizeitgeländes der Bueloch-Grundschule sowie die Gottlieb-Daimler-Straße abgehakt, endet auch die „Sanierung Bueloch“, die sich dann über ein Jahrzehnt erstreckte und das größte und kostenintensivste Projekt unter der Ägide von Stadtbaumeister Claus Fecker war.