Spatenstich in Hallwangen: Vertreter der Stadt, Gemeinderäte, Planer und Erzieherinnen freuen sich mit den Kindern über den Baustart. Foto: Monika Schwarz

Mit dem Spatenstich wurde der Startschuss für die Schutzhütte des Waldkindergartens in Hallwangen gesetzt.

Sonniges Frühlingswetter bot den schönen Rahmen für diesen Spatenstich, auf den alle Beteiligten so lange und geduldig gewartet hatten.

 

Bürgermeister Bernhard Haas begrüßte dabei neben den beiden Bauleitern, Architekt Jochen Asal und Architektin Sonja Schröder von „Asal Architekten“ in Baiersbronn, auch Geschäftsführer Michael Rau von der Firma Rau Bau in Ebhausen, den stellvertretenden Ortsvorsteher Jochen Frey, Geschäftsführerin Dina Bühler von der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn als Träger des Kindergartens sowie Bauamtsleiter Alexander Mönch und weitere Vertreter der Verwaltung und des Gemeinderats. Haas sprach von einem „Tag der Freude“, erinnerte aber auch an die lange Geschichte, die diesem vorausgegangen war.

Bereits im Jahr 2020 habe man über den Waldkindergarten nachgedacht und erste Kontakte zur Kinderwerkstatt Eigen-Sinn wegen einer möglichen Trägerschaft geknüpft. Nach einer überzeugenden Konzeptvorstellung durch den damaligen Geschäftsführer Hans-Martin Haist habe sich die Stadt 2021 für Eigen-Sinn entschieden und die Standortsuche aufgenommen.

So soll die Schutzhütte des Waldkindergartens einmal aussehen. Foto: Asal Architekten

Bereits im Jahr darauf wurden die erforderlichen Grundstücke erworben – auch wenn parallel dazu auch noch Alternativstandorte diskutiert wurden. Der Bebauungsplan wurde in den Jahren 2024/2025 aufgestellt und das Baiersbronner Architekturbüro, das auch schon den Eutinger Waldkindergarten konzipiert hatte, beauftragt. Im Sommer 2025 wurde der Bauantrag genehmigt.

Gestartet war der Waldkindergarten bereits im Jahr 2022 mit einer Übergangslösung im alten Hallwanger Kindergartengebäude. Geleitet wird der heute von Daniela Schmidt. Haas dankte allen Beteiligten für die Geduld.

Architekt: Anforderungen „immens gestiegen“

Architekt Asal stellte klar, dass die Anforderungen an Waldkindergärten immens gestiegen sind, und dass man sich bemüht habe, ein attraktives, aber eben nicht übertriebenes Gebäude in natürlicher Bauweise zu planen. Auf dem Satteldach desselben wird eine PV-Anlage aufgebracht, zwei Kaminöfen und eine über PV gespeiste Notheizung sorgen für Wärme bei Bedarf.

Die Gruppenräume mit großen Fenstern sind nach Süden ausgerichtet. Jeder Gruppenraum hat einen separaten Abstellraum und einen überdachten Terrassenbereich. Im Norden sind die Nebenräume, das Büro und der Technikraum sowie die Sanitäranlagen untergebracht. Massivholzelemente bleiben auch im Inneren sichtbar. Trotz der „Low-Tech-Bauweise“ habe man die Qualität nicht geschmälert, so Asal.

550 000 Euro Kosten

Worte des Dankes gab es auch von Dina Bühler. „Ich konnte viel lernen während dieser Bauphase und habe auch erfahren, dass ein Waldkindergarten nicht mehr das ist, was es einmal war“, sagte sie mit Bezug auf die gestiegenen Anforderungen. Diese haben auch die Kosten für das Projekt in die Höhe getrieben. Sie belaufen sich auf 550 000 Euro brutto inklusive Nebenkosten.

Die Fertigstellung der Schutzhütte erfolgt voraussichtlich im Juli dieses Jahres. Sie wurde für zwei Kindergartengruppen mit jeweils 20 Kindern konzipiert.