Mit dem Spatenstich gaben Bauträger Hans-Peter Borgmann (Vierter von rechts) sowie (von links) die Ärzte Matthias Mach, Ingrid Mahle, Julia Baikow und Anita Lis-Kowalzcyk, der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Rudolf Müller, die Architekten Siegfried Schmelzle und Erwin Sänger, Gottfried Joos von der VR-Bank, Hausverwalter Michael Maier und Bauunternehmer Rolf Seeger den Startschuss für den Erweiterungsbau am Freudenstädter Facharztzentrum. Foto: Sannert

Vor 16 Jahren begann die Verwandlung des Freudenstädter Kurmittelhauses in ein modernes Facharztzentrum. 20 Arztpraxen und Dienstleister sind seither eingezogen. Jetzt soll ein Anbau weitere Praxisräume schaffen. Die Baukosten betragen vier Millionen Euro.

Freudenstadt - Hans-Peter Borgmann, Inhaber eines Immobilienunternehmens, kaufte das Kurmittelhaus in der Straßburger Straße 2004 von der Stadt und entwickelte ein Konzept für ein Gesundheitszentrum mit Ärzten der verschiedensten Fachrichtungen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 ist das Facharztzentrum, in das Patienten aus der gesamten Region kommen und in dem sie inzwischen Spezialisten für nahezu alle Fachrichtungen finden, stetig gewachsen.

10.800 Quadratmeter

Anfangs stand eine Praxisfläche von 3800 Quadratmetern zur Verfügung. 2015 kam ein 480 Quadratmeter großer Um- und Anbau für eine radiologische Praxis hinzu, zwei Jahre später folgten weitere 300 Quadratmeter. Inzwischen sind im Facharztzentrum 20 Arztpraxen und Dienstleister unter einem Dach vereint.

Nach dem vierten Bauabschnitt Richtung Besucherbergwerk, der jetzt begonnen wurde, wird das Facharztzentrum über eine Gesamtnutzfläche von 10 800 Quadratmetern verfügen. Davon stehen 5500 Quadratmeter für Arztpraxen und Dienstleister zur Verfügung.

Der Erweiterungsbau wird über eine gläserne Brücke mit dem Bestandsgebäude verbunden. Auf Straßenhöhe entstehen 14 überbaute Parkplätze für die Mitarbeiter. In die 400 Quadratmeter großen Praxisräume darüber wird die Augenarztpraxis Anita Lis-Kowalzcyk einziehen. Die dadurch frei werdenden Räume im Facharztzentrum sollen dann für die Erweiterung der bereits vorhandene Palliativversorgung zur Verfügung stehen.

Im Obergeschoss des Anbaus entstehen weitere 500 Quadratmeter an Praxisräumen, in die die Internisten am Markt mit den Fachärzten Ingrid Mahle, Julia Baikow und Matthias Mach einziehen werden.

Neurologe auf Wunschliste

"Erst wenn alle Fachrichtungen im Facharztzentrum vertreten sind, werde ich zufrieden sein", erklärte Hans-Peter Borgmann. Zum Spatenstich hieß er die Fachärzte Ingrid Mahle, Julia Baikow und Matthias Mach sowie Anita Lis-Kowalzcyk, den Leiter des Amts für Stadtentwicklung, Rudolf Müller, die Architekten Siegfried Schmelzle und Erwin Sänger, Rolf Seeger von der ausführenden Baufirma sowie Hausverwalter Michael Maier und den Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank, Gottfried Joos willkommen.

Borgmann dankte allen Anwesenden, denn "mit Ideen ist es nicht getan, es braucht diejenigen, die sie umsetzen". Für die Zukunft wünscht er sich noch weitere Fachärzte, beispielsweise einen Neurologen und einen Dermatologen, die das Angebot des Facharztzentrums vervollständigen sollen. Damit auch sie in das Gebäude einziehen können, ist bereits ein weiterer Anbau in Planung.

"Wir brauchen Räume, er schafft sie", lobte Rudolf Müller, der beim Spatenstich Oberbürgermeister Julian Osswald vertrat, das Engagement Borgmanns als Bauträger. Das Facharztzentrum habe nicht nur einen hohen Stellenwert für die Stadt Freudenstadt und ihre Bürger, es rage weit über die Region hinaus, so Müller, der den Blick ebenfalls in die Zukunft richtete. "Wir sind hier noch nicht am Ende, der Weg für die nächste Stufe ist bereits geebnet", verriet er. Dank sagte er Borgmann auch dafür, dass er der Stadt den Bau eines überdachten Wartebereichs für diejenigen, die den öffentlichen Nahverkehr bis direkt vors Haus nutzen, ermöglicht hat.

Erhalt des Charakters

Architekt Schmelzle ging auf die Geschichte des Gebäudes und auf dessen architektonischen Charakter ein, den es bei An- und Umbauten zu erhalten galt. Auch die aktuelle Erweiterung sei keine leichte Aufgabe, finde sie doch bei laufendem Betrieb statt.

Laut Hans-Peter Borgmann sollen die Arbeiten am Anbau spätestens im März kommenden Jahres beendet sein.

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