Burkhard Isenmann (von links), Luca Isenmann, Paulina Engel (Bauleiterin), Thomas Schneider (Bürgermeister), Marko Vollmer (Gemeinderat),Claudius Genter (Leitung Planung), Philipp Storr (Leitung Baubetrieb) und Clemens Armbruster (Leitung Rohbau) beim Spatenstich zum Wohnbauprojekt „Länger leben in Fischerbach“ Foto: Aberle

Das Projekt „Länger leben in Fischerbach“ schreitet voran: Am Freitag war der Spatenstich. Bereits im Oktober 2027 soll das Gebäude fertig sein.

In der Ortsmitte war am Freitag einiges geboten. Nachdem das „Lädele“ vormittags nach dem Betreiberwechsel seine Pforten öffnete, gab es am Nachmittag gegenüber dem Laden den Spatenstich für das Projekt „Länger leben in Fischerbach“. Burkhard Isenmann, Seniorchef von Orbau, begrüßte neben den Eigentümern, Planern und Architekten auch Bürgermeister Thomas Schneider und einige Gemeinderäte.

 

„Was braucht es bis zum Spatenstich?“, fragte er in die Runde. Am Anfang stehe eine Idee, dann brauche es ein passendes Grundstück, bevor es in die Planung ginge. Diese müsse im Laufe der Zeit immer wieder angepasst werden. Der nächste Schritt seien Bauantrag und Genehmigung. Dies alles sei ein großer Rahmen, der absolviert werden müsse, so Isenmann.

Rathauschef blickt auf Projektanfänge zurück

Bürgermeister Thomas Schneider schaute zurück auf erste Kontakte der Bürgergemeinschaft mit Orbau, als man sich in der Seniorenanlage Sternenmatt in Ortenberg traf und erste Weichen stellte. „Damit war der Grundstein gelegt“, fasste er zusammen.

Es sollte aber bis März 2024 dauern, bis das Grundstück beim Notar von der Gemeinde an Orbau überging. Ursprünglich wurde festgelegt, dass ein Einzug erst ab 65 Jahren oder mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent möglich sowie eine monatliche Betreuungspauschale zu zahlen sei.

Nach dem Verkauf von fünf Wohnungen sei der Verkauf ins Stocken geraten. Burkhard Isenmann hatte daraufhin vorgeschlagen, sieben der 21 Wohnungen ohne Altersbeschränkung und ohne Betreuungspauschale zu verkaufen. „Daraufhin ist der Knoten geplatzt“, so der Bürgermeister. Stand heute sind noch drei Wohnungen zu haben. Die meisten seien verkauft, andere reserviert.

Die Finanzen lassen den Kauf von Sozialwohnungen nicht zu

Schneider bedauerte, aufgrund der Finanzlage der Kommune doch keine drei Sozialwohnungen erwerben zu können. Aber insgesamt sieht der Bürgermeister in dem Projekt eine Bereicherung für Fischerbach. Nun sei es möglich, barrierefrei tatsächlich länger in Fischerbach zu leben.

Luca Isenmann, Juniorchef von Orbau, freute sich, dass das Projekt Jung und Alt verbinden würde, indem es von einer Seniorenanlage zum Mehrgenerationenwohnen wurde. Von kleinen bis geräumigen Wohnungen sei alles dabei. Vier größere Einheiten wurden durch die Zusammenlegung von zwei Wohnungen geschaffen, so dass auf jede Nachfrage ein Angebot gemacht werden konnte.

Der Gemeinschaftsraum stehe allen Bewohnern offen und runde das Projekt mit Tiefgarage und Außenstellplätzen ab. Als Pluspunkt nannte Isenmann die Klimadecke, die im Winter heize und im Sommer kühle, was an eine Wärmepumpe gekoppelt sei. Das Gebäude sei in drei Satteldächer untergliedert und am Hang in verschiedenen Höhen eingepasst. Die Käufer seien Eigennutzer und Investoren, und zwar im Durchschnitt im mittleren Alter. „Man investiert hier langfristig in die Zukunft“, meinte Isenmann.

Zeitschiene und Kosten

Im Oktober 2027 soll das Projekt fertig sein. Das Bauvolumen beträgt laut Isenmann knapp sechs Millionen Euro.