Los geht’s: Der offizielle Spatenstich für das Fischerbacher Neubaugebiet erfolgte am Dienstag. Foto: Störr

Für das Fischerbacher Neubaugebiet "Oberer Wiesenrain" laufen seit einiger Zeit vorbereitende Arbeiten. Mit dem offiziellen Spatenstich begannen am Dienstag die eigentlichen Erschließungsarbeiten oberhalb der Fischerbacher Ortsmitte.

Fischerbach - Seitens des Erschließungsträgers LBBW-KE geriet Norbert Isele ins Schwärmen: "Hier entstehen 23 Bauplätze in wunderbarer Lage und mit herrlichem Panorama-Blick, die trotzdem ortsnah sind." Jetzt beginne die Erschließung richtig, nachdem bisher die Abwasser- und Regenwasserleitung bis in den Kirchweg gelegt worden wäre.

Bei der Erschließung des Baugebiets "Oberer Wiesenrain" habe es vom Grundstückskauf über die Regelung verschiedener Dienstbarkeiten bis hin zum umfangreichen Artenschutz und den Bodenuntersuchungen bereits im Vorfeld viele Dinge zu klären gegeben. "Da spielen sehr viele Gewerke zusammen, die im besten Fall wie hier alle an einem Strang ziehen", betonte Isele.

Es sei bisher hervorragende Arbeit geleistet worden und ganz gewiss nicht üblich, dass Wassermeister Franz Schmid mit dem Bauhof-Team die bisherigen Leitungen verlegt habe. "Das ist für die Gemeinde hochwirtschaftlich und sehr effizient", lobte er. Das E-Werk habe bereits zugesagt, dass später alle Häuser mit jeweils zwei E-Ladesäulen ausgestattet werden.

Wie Bürgermeister Thomas Schneider informierte, wird die Telekom im Neubaugebiet Glasfaser verlegen. "Dann können die ›Häuslebauer‹ im Homeoffice mit bester Aussicht und hoher Geschwindigkeit weltweit arbeiten", blickte der Bürgermeister voraus.

Viel Lob für das harmonische Miteinander

Es bereite Freude, den Knäble-Arbeitern beim Bau-Fortschritt zuzusehen. Man habe mit der Firma einen guten Partner gefunden.

Dietmar Ribar vom begleitenden Ingenieurbüro Zink erklärte die technische Seite der bisher notwendigen Leitungsverlegungen und verwies auf das ausgeklügelte Ressourcen-Management der Firma Knäble. Der Aushub wird zum Recyclingmaterial, das durch ein Kalksteingemisch zunächst vor Ort aufgewertet und anschließend wieder verbaut wird. "Das spart natürlich viel an Kosten, weil das eine Material nicht aufwendig weggeschafft und anderes Material herantransportiert werden muss", so der Ingenieur. Diesen Kalkulationsvorteil habe die Firma genutzt und komme am Ende den Bauherren sowie der Gemeinde zugute.

Nicolas Knäble betonte, wie wichtig das unfallfreie Bauen sei und verwies auf Bauleiter Christian Deusch, der gleichzeitig Sicherheitsbeauftragter der Baufirma ist. Deusch sprach von einer vorbildlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten und verwies auf die drei Baukolonnen, die den Kirchweg, die Entwässerung und den Hausanschluss beim Anwesen Messner sowie die Erdarbeiten ausführen würden.

Der Fertigstellungstermin wurde für den späten Sommer des kommenden Jahres anvisiert, allerdings könnten die Arbeiten möglicherweise auch schon früher fertig werden. "Das hängt entscheidend vom kommenden Winter ab", erklärte der Bauleiter. "Gegen Ende des Jahres werden wir den genauen Fertigstellungstermin festlegen können."

In der kommenden Gemeinderatsitzung wird sich das Fischerbacher Gremium mit den Bauplatz-Preisen und den Vergabe-Richtlinien beschäftigen. Anschließend soll auf der Internetseite der Gemeinde ein Plan eingestellt werden, anhand dessen die Positionen der künftigen Bauplätze ersichtlich werden. Den Bauwilligen soll es dann offen stehen, sich vor der Bewerbung die Plätze im Gelände anzuschauen. Die Einweihung des Baugebiets wird zu einem späteren Zeitpunkt im großen Kreis mit den künftigen Bewohnern gefeiert, wie Fischerbachs Bürgermeister Thomas Schneider vorausblickte.

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