Mit dem symbolischen Spatenstich wurde der Ausbau des Glasfasernetzes durch die OEW Breitband in Dornstetten gestartet. Mit dabei war auch der neue Landrat Andreas Junt.
Die Einwohner von Dornstetten dürfen sich in naher Zukunft über schnelles Internet freuen. Der symbolische Spatenstich für die dafür erforderliche Glasfaserleitung wurde im Beisein der Vertreter des Landkreises, der Stadt, der OEW Breitband sowie der Netze BW und der künftigen Betreiber an der B 28 vollzogen – nahe der Gemarkungsgrenze zwischen den drei Dornstetter Ortsteilen.
„Endlich geht es los mit der Glasfaserversorgung in den Gewerbegebieten“, sagte Bürgermeister Bernhard Haas mit Verweis auf den bereits im Frühjahr 2024 durchgeführten Spatenstich für das Backbone des Landkreises in Hallwangen.
Landrat Andreas Junt erinnerte bei der Gelegenheit auch an ein Unternehmerfrühstück im Jahr 2017, bei dem der bevorstehende Glasfaserausbau bereits ein Thema gewesen sei und bei dem man noch von „anderen und wesentlich kürzeren Ausbauzeiten“ ausgegangen sei. Ende 2019 sei es dann endlich gelungen, zunächst den Förderantrag beim Bund und anschließend auch denjenigen beim Land zu stellen.
Ins Zeug gelegt
Beide wurden positiv beschieden. Ein Baubeginn habe damals ohne das Backbone des Landkreises aber noch keinen Sinn gemacht, sagte Haas. Dass es jetzt losgehe, sei verschiedenen Akteuren wie dem Landkreis und dem bisherigen Breitbandkoordinator Marco Ebinger, aber auch der Kooperation mit der OEW Breitband und der Netze BW zu verdanken.
Auch die Mitarbeiter im Dornstetter Rathaus hätten sich ins Zeug gelegt. Der Landrat lobte die seinerzeit getroffene Entscheidung pro Glasfaserausbau, die sich als absolut richtig erwiesen habe. Man lebe in einem Landkreis mit vielen „hidden Champions“, die darauf angewiesen seien.
„Mit Kupfer hätten wir das so nicht hingekriegt“, zeigte sich Junt überzeugt. Der Ausbau in Dornstetten sei deshalb ein weiterer Meilenstein, mit dem man dem Ziel, den ganzen Landkreis zu versorgen, ein ganzes Stück näher komme.
Stefan Herzhauser von der OEW Breitband sprach von einem schönen Tag. Mit dem Ausbau schaffe man Perspektiven für Familien, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Ziel des Ausbaus sei die Erschließung der weißen Flecken – also all der Gebiete unter 30 Megabit pro Sekunde. Diese hatte man zuvor durch ein Markterkundungsverfahren ermittelt.
Bezogen auf den gesamten Landkreis Freudenstadt investiere die OEW Breitband rund 190 Millionen Euro. Das Projekt sei ein Gemeinschaftswerk aller Beteiligter. Arbeite man gut zusammen, bekomme man das Thema garantiert auch schnell und gut gelöst.
Zu 90 Prozent gefördert
Tobias Zipperle von Netze BW fand ebenfalls lobende Worte für das zukunftsweisende Vorhaben, von dem nördlich der B 28 im ersten Ausbaucluster rund 50 Haushalte profitierten. Im Zuge des Ausbaus würden rund zwei Kilometer Tiefbautrasse hergestellt. Und entlang der Trasse sechs Kilometer Lehrrohrverbände verlegt.
Zusätzlich werden in Dornstetten zwei Netzverteiler aufgebaut und installiert. Diese seien die Grundlage für die zukunftssichere Netzstruktur. Die Gesamtkosten für das gesamte Gewerbegebiet belaufen sich auf 1,73 Millionen Euro. Über das Weiße-Flecken-Förderprogramm werden 90 Prozent der Kosten kofinanziert (50 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land), die verbleibenden 10 Prozent übernimmt die OEW Breitband. Auf die Kommune selbst kommen deshalb keine Kosten zu.