Beim Spatenstich für die Kita auf „Reute“ – von links: Holger Maier, Fachbereichsleiter Bauen, Brigitte Schneider, Gesamtleiterin der Bisinger Kindergärten, Axel Staiger, Staiger und Schneider Zimmerei und Holzbau, Roman Slezinger, Projektverantwortlicher, Robin Beck, Beck Bau Weilheim, Bürgermeister Roman Waizenegger, Stefan Beuter, Sonja Heller und Julian Hauser, Architekturbüro Beuter Haigerloch, Gemeinderätin Gisela Birr, Eva Fux, Elternbeiratsvorsitzende, Marcel Gutekunst, Michael Breimesser und Stefanie Buckenmayer, Gemeindeverwaltung Bisingen. Foto: Sabine Hegele

An der Bahnhofstraße in Bisingen war Spatenstich für den 7,4 Millionen Euro teuren Neubau eines sechsgruppigen Kindergartens auf „Reute“. Einzugstermin: Kindergartenjahr 2027/2028.

Strahlende Gesichter am frühen Freitagmorgen: An der Bisinger Bahnhofstraße war Spatenstich für den neuen sechsgruppigen Kindergarten auf „Reute“. Einzugstermin: das Kindergartenjahr 2027/2028.

 

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger sprach vom größten Einzelprojekt der Gemeinde seit Jahrzehnten – und erst recht in seiner Amtszeit. 7,4 Millionen Euro werden am Standort „Reute“ in die Kinderbetreuung investiert.

Wobei die Einrichtung „auf keinen Fall“ den Gewann-Namen „Reute“ tragen werde, machte der Rathauschef deutlich. Vielmehr sei an einen kleinen Namens-Wettbewerb gedacht, in den sich Eltern und Kinder aktiv einbringen sollen. Am Ende soll ein Name stehen, der „zum Platz passt“.

Den Blick auf die konzeptionelle Entwicklung des Neubauprojekts gerichtet, erinnerte der Bürgermeister an die Notwendigkeit einer europaweiten Ausschreibung – an deren Ende, zum Glück für die Kirchspielgemeinde, die Planung des vom Gemeinderat klar favorisierten Haigerlocher Architekturbüros Beuter das Rennen machte. Auch die ersten fünf großen Gewerke konnten an Firmen aus der Region vergeben werden. Selbiges erhofft sich die Verwaltung für den zweiten (nationalen) Ausschreibungsblock, der im März zur Entscheidung ansteht.

Fachliche Kompetenz

Ein weiteres Wort verlor Roman Waizenegger zur Konzeptionierung der Innenausstattung. Hier werde auf die fachliche Kompetenz von Brigitte Schneider, Gesamtleiterin der Bisinger Kitas, und deren Mitstreiter gesetzt.

Zu guter Letzt: Die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ sei der Gemeinde Bisingen wichtig, brachte der Verwaltungschef zum Ausdruck. Roman Slezinger, der im Bauamt Projektverantwortliche, freute sich wie sein Dienstherr, dass man mit dem Start für den Neubau voll „im Zeit- und Kostenplan“ liege. Am Anfang stehen – ab Montag, so die Witterung es zulässt – die Erdarbeiten.

Noch mal zurück zu den Kosten: Tatsächlich bewegen sich die kalkulierten Ausgaben für die ersten fünf Gewerke um neun Prozent „unterm Anschlag“ – das dürfe gerne so bleiben.

Das wäre auch Architekt Stefan Beuter recht. Er informierte ergänzend, dass es parallel zum Baustart in die Vorbereitung der nächsten baulichen Schritte gehe (zum Beispiel in die Prüfung der Statik) und er darauf hoffe und vertraue, dass „ein Rädle ins andere hineinläuft“.

„Es wird schee“

Möge die Baustelle unfallfrei bleiben, so der allgemeine Wunsch. Am Ende, sind sich die Verantwortlichen sicher: „Es wird schee“ – und gewiss auch funktional. Zugleich entspanne sich mit dem Neubau die gemeindliche Situation in Sachen Kinderbetreuungsplätze. Zumal, warf Bürgermeister Waizenegger ein, die Geburtenrate regelrecht „eingebrochen“ sei.

Hier mahnte die Gemeinderätin Gisela Birr, SPD, dennoch zur Vorsicht. An diesem Punkt sei man in Bisingen vor langer Zeit schon einmal gestanden – und habe den Kindergarten Fröbelstraße veräußert. Eine im Nachhinein kritisch einzuordnende Entscheidung.