Edwin Blessing, Marcus Greber und Rolf Dieter Blumer stellten die Pläne vor. Foto: Roth

Auf dem Lichtenbol entsteht die erste Bergrettungswache im Zollernalbkreis. Der Spatenstich für das 650.000 Euro teure Gebäude ist erfolgt. Bis Ende des Jahres soll es fertig sein und der erste Einsatz im Winter möglich.

Albstadt-Tailfingen - Die erste Bergrettungswache des Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Zollernalbkreis findet auf dem Lichtenbol ihre Heimat. Edwin Blessing, Leiter der Bergwacht des DRK Zollernalb, stellt die Pläne für das Bauwerk in der Straße "Ob dem Kieserstal" vor: "In der Rettungswache wird es eine Garage für zwei Einsatzfahrzeuge und vieles mehr geben." Die weitere Ausstattung des Gebäudes entspreche dem Grundstandard, die eine solche Rettungseinrichtung benötige. Zwei Schlafräume für Nothelfer, ein Aufenthaltsraum, Sanitär- und Umkleideräume, ein Trockenraum sowie ein Fuunkraum und eine Küche finden in dem Neubau ihren Platz. Das geplante Vorhaben – das Grundstück hat dem DRK Kreisverband bereits gehört – soll Ende des Jahres gebaut sein. "Spätestens Anfang nächstes Jahr ist es soweit. Eigentlich soll schon die kommende Wintersaison abgedeckt werden", erklärt Blessing. Die Planungen für die Rettungswache hat Marcus Greber vom Büro für Bautechnik übernommen.

Der Spatenstich für das 650.000 Euro teuere Gebäude ist im Beisein des Albstädter Oberbürgermeisters Klaus Konzelmann nun erfolgt. Rolf Dieter Blumer, stellvertretender Landesleiter des DRK, hat von Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Württemberg, und Armin Guter, Landesleiter des DRK-Württemberg, Grüße nach Albstadt mitgebracht und den ersten Schritt zum Neubau begleitet.

Besonders wichtig auf der Alb: Das Schneemobil

Das Bau-Projekt im Zollernalbkreis wurde nötig, da das Landesinnenministerium eine Rettungswache der Bergwacht in jedem Landkreis fordert – kontrolliert werde das im Albstädter Fall vom Regierungspräsidium Tübingen.

Das Grundstück sei eigentlich zu groß für das Projekt: "Deshalb ist auf der Rückseite der Bergwacht Platz für eine Hundestaffel vorgesehen", erklärt Blessing. Wann sind die Rettungskräfte vor Ort? Die Tailfinger können sich auf eine besetzte Bergwacht zumindest an den Wochenenden freuen. "Sonst sind wir aber natürlich auch so immer erreichbar." Seit 63 Jahren gibt es bereits eine Bergwacht-Abteilung des DRK im heutigen Gebiet des Zollernalbkreises. Vor drei Jahren wurde die ehemalige Bergwacht Oberes Donautal dann in die DRK Bereitschaft Bergwacht Zollernalb umgetauft.

So alt wie die Nothelfereinrichtung ist, so viele aktive Mitglieder hat sie auch. Dazu kommen noch 23 Anwärter und eine Alarmgruppe mit 15 weiteren Personen. "Wir haben auch zwölf Frauen in unseren Reihen", weist Blessing auf diese beachtliche Zahl hin. Zuständig ist die Abteilung Bergwacht für den Winter- und Sommerrettungsdienst sowie für den Naturschutz. Mit fast allen Arten von Fahrzeugen geht das Team in den Einsatz. "Sogar mit dem Schneemobil können wir helfen", so Blessing – auf der Alb besonders wichtig.

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