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Auf insgesamt 7500 Quadratmetern des Neubaugebiets Lindenmatte sollen zwölf Baugrundstücke Platz finden. Für den neuen Wohnraum gibt es bereits 19 Bewerber.

Mit dem offiziellen Spatenstich für das Neubaugebiet Lindenmatte hat die Gemeinde mit der Erschließung eines ihres wahrscheinlich letzten Neubaugebiets begonnen. Bürgermeister Siegfried Eckert erklärte bei dem Termin, dass mit ihm Gutach weiter wachse.

 

„Ein weiterer Meilenstein für unsere Gemeinde, der nicht nur von Bauwilligen sehnsüchtig erwartet wird, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung unseres Orts darstellt. Jetzt geht es endlich los“, sagte er. Die Tiefbauarbeiten, ausgeführt von der Firm Schöpf, sollen bereits in dieser Woche starten.

7500 Quadratmeter soll die „Lindenmatte“ insgesamt umfassen und Raum für zwölf Bauplätze bieten. Vier Doppel- und acht Einzelhäuser sollen in zwei Reihen entstehen, die durchschnittliche Grundstücksgröße betrage laut Eckert etwa 500 Quadratmeter. Die Bauplätze werden nach einem Punktesystem vergeben. Dieses berücksichtige zum Beispiel, ob jemand Kinder habe, in Gutach wohne oder ein Ehrenamt ausübe.

Vergabe ist voraussichtlich Ende des Jahres

Die Kosten liegen bei etwa 310 Euro pro Quadratmeter. Derzeit gebe es schon 19 Bewerber für einen Bauplatz. Deren Vergabe ist auf Ende des Jahres anvisiert. Die Versorgung mit Strom, Telekommunikation und Glasfaser soll bis September 2026 beendet sein.

In der Nähe des Kurpark, zentral gelegen und in fußläufiger Distanz zum Gasthaus Linde, das derzeit saniert wird, biete das Neubaugebiet eine attraktive Wohnperspektive für Familien, meinte Eckert.

„Es ist eines der letzten in der Gemeinde, denn Wachstum ist, auch aus Verantwortung für zukünftige Generationen, nicht unendlich“, so der Bürgermeister. Um neuen Wohnraum zu erschließen, wolle Gutach demnächst Möglichkeite zur Innenraumverdichtung in den Fokus rücken.

Die Planungen für die „Lindenmatte“ haben bereits vor neun Jahren begonnen, als die Gemeinde Gutach das Grundstück des Gasthauses Linde kaufte. Zu diesem gehörten einige Quadratmeter Wiese. 2019 wurden die Entwürfe für das Neubaugebiet konkret: Der entsprechende Bebauungsplan wurde erstellt, 2012 ging es an die Feinplanung.

Kompliziertes Prozedere

Doch was anfänglich nach einem einfach Prozedere aussah, verkomplizierte sich, als im Juli 2013 das Verwaltungsgericht entschied, dass der Paragraf 13 b des Baugesetzbuches nicht mehr angewendet werden dürfe. Ein beschleunigtes Verfahren war somit nicht mehr möglich. Erst Ende 2024 konnte der Gemeinderat den Beschluss für das Neubaugebiet fassen.

Erschließung

Während der Erschließung müssten die Anwohner mit Beeinträchtigungen rechnen, so Philipp Sackmann vom Büro Zink-Ingenieure, das die Planungen übernommen hat. Die verkehrliche Erschließung erfolgt seinen Ausführungen nach in einem Ringanschluss an den Ramsbachweg. Gleichermaßen werde die Wasserversorgung gebaut. Der bereits existierende Graben soll an den Rand des Baugebiets verlegt werden. Sackmann war sich sicher: Das Neubaugebiet wird die Attraktivität der Gemeinde weiter erhöhen.“