Auf dem Irma-Gelände erfolgt der Spatenstich für die Anlage Wohnen am Park. Mit dabei waren: Hans-Jürgen Mehlhorn (Baurechtsbehörde Landratsamt), Volker Horstmann (Gesellschafter TFD Golden Village), Architekt Michael Rebholz, Barbara Löffler (Baurechtsamt Landratsamt), Bürgermeister Jonathan Berggötz, Michael Kiener (Gesellschafter TFD Golden Village), Casim Ucucu (Geschäftsführer und Gesellschafter TFG Golden Village) und Matias Rodrigues (LBS). Foto: Strohmeier

Selten war ein Neubau so umstritten in der Kurstadt wie der auf dem Gelände der ehemaligen Rehaklinik Irma, das künftig unter dem Namen "Wohnen am Park" firmiert. Nun erfolgte der offizielle Spatenstich durch Investoren, Gesellschafter, Architekt und Bürgermeister.

Bad Dürrheim - 2012 wurde der Betrieb der Rehaklinik Irma eingestellt, so waren es nun gut neun Jahre, die man benötigte, das Gelände mitten in Bad Dürrheim einer neuen Nutzung zuzuführen.

35 Eigentums-, 24 Ferienwohnungen sowie Gewerbeflächen in zwei Gebäuden

Jetzt war der Spatenstich für die beiden Gebäude, die nach der Fertigstellung beachtliche technische Eckdaten vorweisen können: Auf zwei Gebäude werden sich 35 Eigentums- und 24 Ferienwohnungen sowie Gewerbeflächen verteilen. Geschaffen werden 71 Tiefgaragenstellplätze sowie weitere Stellplatze im Freien. Die Grundstücksgröße beträgt rund 4100 Quadratmeter, die Wohn- und Nutzfläche wird sich nach Fertigstellung auf rund 5500 Quadratmeter belaufen, alles in allem bringen es die beiden Gebäude auf 30.000 Kubikmeter umbauten Raum, investiert werden 25 Millionen Euro.

Architekt Michael Rebholz gab einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Jahre: 2014 erwarb Casim Ucucu das leerstehende Klinikgebäude, ein halbes Jahr nach dem Erwerb kam das Architekturbüro Rebholz bei der Planung mit hinzu. Es wurden verschiedene Überlegungen für das Gebäude und Gelände getätigt, diese reichten von Boardinghouse über Hotel bis zum Ärztehaus. 2016 wurde schließlich der Abriss genehmigt und 2017 das Bebauungsverfahren gestartet. Im Januar 2020 kam dann die Baugenehmigung und der Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan.

Beim Bau beginnt man mit dem Haus A, die Baugewerke werden laut Rebholz soweit es geht von Handwerksfirmen aus der Region ausgeführt, der Vorteil sei, wenn etwas wäre, seien sie schnell vor Ort. Und da einige der Firmen bereits öfter in der Kur­stadt arbeiteten, wisse man um die Einhaltung der Mittagsruhe.

Bürgermeister Jonathan Berggötz zeigte sich Anbetracht der Vergangenheit überzeugt, wie wichtig dieser symbolische Spatenstich sei. Und auch "wenn es von einigen nach wie vor als falsch gehalten wird", zeigte er sich froh ob der neuen Nutzung. Er versicherte, dass sich der Gemeinderat seine Entscheidungen nicht leicht gemacht habe, aber dass dieser auch das Beste für die Stadt rausholen wollte. Die "Entscheidung ist mit deutlicher Mehrheit" getroffen worden.

Bürgermeister Jonathan Berggötz hofft auf Überzeugungskraft des Projekts

"25 Millionen Euro sind eine hohe Summe, die hier investiert wird", so Berggötz mit Blick auf die kommenden zwei Jahre. Er verweist auf die Wertschöpfung während des Baus sowie danach. Die Stadt werde profitieren und auch für das Gewerbe würden seines Wissens nach schon einige Anfrage vorliegen. "Ich wünsche mir, dass wir dieses Projekt auch in der Öffentlichkeit wohlwollend begleiten und diese die Vergangenheit hinter sich lasse", so Berggötz und hofft, "dass sich die Bürger von einem guten Ergebnis überzeugen lassen".

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