Am Spielplatz „Langäcker“ in Fischingen gibt es unter anderem einen Kletterturm mit Röhrenrutsche. Foto: Schneider

Mit seinen 32 Spielplätzen ist Sulz gut aufgestellt. Alexander Beller vom Tiefbauamt erklärt, wie man mit Spielgeräten einen Ort für alle Altersgruppen schaffen kann.

Die Pfingstferien laden nicht nur zu Reisen in ferne Länder ein, auch ein wohnortnaher „Kurzurlaub“ kann Entspannung bringen.

 

Dafür bietet sich in Sulz für die Jüngsten beispielsweise einer der zahlreichen Spielplätze an, um mit Gleichaltrigen zu spielen und in einer „ganz eigenen Welt“ sein zu können.

Viele moderne Spielgeräte

32 verschiedene Spielplätze gibt es im gesamten Stadtgebiet – manche sogar mit besonderen Schwerpunkten. So lädt das Klettergerüst an der Mühlheimer Schule zu alpinen Abenteuern ein, während sich die Kinder auf dem Kletternetz an den „Hinteren Gärten“ in Renfrizhausen wie Piraten beim Entern einens Schiffes fühlen können.

„Die Spielplatzhersteller bringen immer mehr moderne Spielgerätemöglichkeiten auf den Markt“, skizziert Alexander Beller vom Tiefbauamt die Überlegungen bei Neuanschaffungen. Bei der Planung eines Spielplatzes achte man darauf, einen Spielbereich für Kleinkinder im Alter bis zu drei Jahren auszuweisen.

Freies Spielen und Schatten

„Von den Familien wird dieser Bereich gerne angenommen“, weiß er zu berichten. Für ältere Kinder seien Rutschen, gleichgewichtsfördernde Geräte mit Bewegen und Klettern, Schaukeln und Wippen, aber auch Sandspielgeräte und Spielkombinationen vorgesehen.

Am „Schlossberg“ in Fischingen gibt es neben dem Sandkasten und Spielhaus auch eine und Rutsche mit Leiter. Foto: Schneider

Ebenso plane man Sitzgruppen für Familien, Grünflächen zum freien Spielen sowie Baumpflanzungen oder Sonnensegel für die Beschattung ein.

Wasserlauf ist Highlight

Diese Konzeption konnte man beispielsweise bei der Einweihung des „Amselweg Süd II“ Hopfau vor einem Jahr begutachten. Eine Sitzgarnitur mit Tisch und zwei Bänken ist ebenso vor Ort wie ein Drehkarussell, die Doppel-Wiesenschaukel oder eine Edelstahlrutsche.

Besonderer Höhepunkt ist jedoch das durchfließende Bächlein, das mit der Archimedischen Spirale samt Schaufelrad an heißen Tagen zur fröhlichen Abkühlung einlädt. Die Gesamtkosten lagen bei rund 56 000 Euro.

„Investitionen in die Zukunft“

Der neueste Spielplatz wird hingegen an der Holzhauser Grundschule im Rahmen der „Im Krautland“- und Patmosstraßen-Sanierung entstehen. Das Spielgerät im Wert von rund 39 000 Euro wird voraussichtlich Ende 2025 da sein, mit der Eröffnung ist im Frühjahr 2026 zu rechnen.

Das Wasserspiel am Stadtpark Wöhrd sorgt im Sommer für Erfrischung. Foto: Schneider

Diese Ausgaben sind Bürgermeister Jens Keucher jedoch jeden Euro wert. „Investitionen in Kinder sind Investitionen in die Zukunft“, verdeutlicht er die Bedeutung der Spielangebote.

Stadtgärtnerei und Fronmeister

Doch wer kümmert sich eigentlich um die ganzen Grünflächen, die Mülleimer an den Sitzbänken und das Spielgerät?

Während in der Kernstadt – einschließlich Kastell und der Schillerhöhe – die Stadtgärtnerei die Pflegearbeiten übernimmt, ist für je zwei Teilorte ein Fronmeister zuständig, klärt Beller auf.

Müll und Sicherheitskontrolle

Je nach dem Wetter – also wenn es in den letzten Tagen viel geregnet hat und deshalb das Gras besonders schnell in die Höhe zu schießen scheint – variieren die Mähzeiten vor Ort. „Idealerweise findet ein Mähzyklus alle acht bis zehn Tage statt“, nennt er einen Richtwert.

Beim Müll sei die Taktung hingegen deutlich straffer. „Die Mülleimer auf den Spielplätzen werden an Werktagen mindestens alle zwei Tage, bei sehr gut besuchten Spielplätzen auch täglich, kontrolliert und bei Bedarf geleert“, erläutert er.

Dabei findet auch – je nach Standort und Nutzung – eine tägliche oder wöchentliche Sichtkontrollen der Spielgeräte statt. Durch den Bauhof wird einmal im Quartal eine Hauptprüfung der Geräte auf ihre Sicherheit hin vorgenommen.