Die Sparkasse Zollernalb hat viel vor in naher Zukunft. Die Filiale in Weilstetten gehört nicht dazu. Foto: Eyckeler

Die Sparkasse Zollernalb präsentiert dem Kreistag die Jahreszahlen für 2024. Der Vorsitzende ist zufrieden und rechtfertigt die Konzentration von Filialstandorten.

Markus Schmid, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Zollernalb, stellte ein letztes Mal die Jahreszahlen der Bank dem Gremium in der Kreistagssitzung vor. Neben positiven Entwicklungen klagte so mancher Kreisrat über die geplanten Filialschließungen in der Region.

 

„Der Weg hier her ist mir all die Jahre eigentlich nie schwergefallen, da ich meist sehr erfolgreiche Jahreszahlen der Sparkasse Zollernalb vorlegen konnte“, eröffnete Schmid, der im kommenden Jahr als Vorsitzender aufhören wird, seinen Vortrag.

Geschäftsvolumen liegt bei 4,1 Milliarden Euro

Die nackten Zahlen, die vorgelegt wurden, zauberten dem scheidenden Vorsitzenden auch beim letzten Vortrag ein Lächeln ins Gesicht. So betrug das Geschäftsvolumen der Bank 2024 rund 4,1 Milliarden Euro. Die Sparkasse erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 5,6 Millionen Euro.

Positiv und stabil bewertete Schmid die Eigenkapitalbasis, welche 2024 bei 547,1 Millionen Euro lag. „Trotz nicht immer leichter Umstände, sind wir enorm stolz auf die Jahresbilanz“, so Schmid, der einen großen Dank an die gesamte Belegschaft aussprach.

Schmid präsentiert die Strategie 2030

Zudem nutzte er die Gelegenheit das Gremium über künftige Vorhaben – die sogenannte Strategie 2030 – zu informieren. Neben Themen wie Künstliche Intelligenz, Fortentwicklung der digitalen Angebote und Modernisierung von Räumlichkeiten fallen auch Schließungen und Konzentration von Filialen in diesen Bereich.

Letzteres kam bei einigen Räten, die ansonsten zufrieden mit dem Bericht waren, nicht allzu gut an. Joachim Steyer (AfD): „Mich macht es traurig, wie beim Punkt Digitalisierung der Mensch immer mehr in den Hintergrund rückt. Die Kunden vor Ort brauchen weiterhin persönliche Ansprechpartner.“

Nina Lorch-Beck (CDU) kritisierte, dass neben den Schließungen einiger Filialen auch Gerätschaften wie Geldautomaten abgebaut werden. „Das ist eine traurige Entwicklung.“

Sechs Geschäftsstellen werden zum Jahresende dicht gemacht

Der Sparkassen-Vorsitzende hielt dagegen, dass man sich keineswegs aus der Fläche zurückziehen werde. „Letztlich müssen wir aber auch die Entwicklungen berücksichtigen. Und Filialen, die am Tag von vier bis fünf Kunden besucht werden, ergeben keinen Sinn“, so Schmid.

Die qualitative Beratung sei ein Markenzeichen der Sparkasse und werde nicht aufgegeben. Filialen müsse man dennoch zusammenziehen und konzentrieren, machte Schmid klar.

Hintergrund sind die geplanten Filialschließungen zum Ende des Jahres im Zollernalbkreis: Neben den Geschäftsstellen in Jungingen und Balingen-Weilstetten betrifft das die Filialen im Albstädter Stadtteil Pfeffingen, im Burladinger Stadtteil Melchingen, in Nusplingen sowie in Straßberg.