Machbar, dringend nötig oder wünschenswert? Das müssen sich Verwaltung und Gemeinderat angesichts angespannter Finanzen auch in der Bergwerkstadt fragen.
Der Haushalt 2026 in Neubulach sieht Ausgaben von mehr als 23 Millionen Euro vor, während sich die Einnahmen bei 20,5 Millionen Euro bewegen. Bundesmittel helfen der Kommune bei Finanzierung von Investition.
Nachdem der Gemeinderat in seiner Januar-Sitzung ausschließlich den Haushalt für das laufende Jahr vorberaten hatte, wurde dieser bei der jüngsten Sitzung entsprechend eingebracht. Laut dem stellvertretenden Bürgermeister Lars Dannenmann habe man, nachdem man in den vorausgegangenen Beratungen nicht so richtig vorangekommen war, „in einer sehr konstruktive Sitzung versucht, zu sparen wo es geht“, um die Einnahmen und Ausgaben für 2026 in besseres Gleichgewicht zu bringen.
Man habe Projekte gestrichen oder verschoben – so den geplanten Pumptrack oder den Streuobstwiesenpfad –, außerdem brächten die Bundesmittel aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturgesetz, kurz LuKIFG, eine erhebliche Entlastung. So würden gleich zwei Millionen Euro für den Neubau des zentralen Feuerwehrgerätehauses abgerufen.
Rund vier Millionen Euro Kreisumlage
Weitere 1,7 Millionen Euro stehen dann in den nächsten Jahren für Investitionen zur Verfügung. Auch habe man sich zu globalen Kürzungen in der Verwaltung durchgerungen. Die gestiegene Kreisumlage mit rund vier Millionen Euro sowie die tariflichen Steigerungen bei den Personalkosten schlügen aber dennoch kräftig zu Buche. Ebenso die Abschreibungen mit rund drei Millionen Euro.
Insgesamt sei als positives Ergebnis aus der Haushaltsvorberatung zu sehen, dass der Finanzierungsbedarf für Investitionstätigkeiten um rund 1,98 Millionen Euro reduziert und damit die geplante Kreditaufnahme erheblich auf rund drei Millionen Euro begrenzt werden konnte. Das Gesamtergebnis verbessere sich nach den aktuellen Planungen um mehr als 315 000 Euro, so dass das Minus auf rund 2,58 Millionen Euro begrenzt werden könne.
Die Stadt Neubulach rechnet mit dem nun vorgelegten Haushalt mit ordentlichen Einnahmen von etwas mehr als 20,5 Millionen Euro bei gleichzeitigen Ausgaben von rund 23 Millionen Euro.
Neubulach zählt – basierend auf den Zensus-Zahlen aus dem Jahr 2022 – 5720 Einwohner, die Steuerkraftsumme je Einwohner liegt bei 1822 Euro, während die Pro-Kopf-Verschuldung zum 31. Dezember 2026 nach den aktuellen Prognosen bei rund 1845 Euro liegen wird.
Der Haushalt 2026 soll in der Sitzung vom 25. März verabschiedet werden.