Das spanische Nationalteam ist in Donaueschingen angekommen. Das erste öffentliche Training ist am Montag bereits „ausverkauft“. Asiatische Küche steht beim Speiseplan oben.
Der große EM-Favorit Spanien ist am Sonntagabend mit ingesamt 95 Personen (darunter 26 Spieler) im Donaueschinger Top-Hotel Öschberghof angekommen. Trainer Luis de la Fuente hofft, mit seiner Mannschaft die bereits vier gebuchten Wochen bleiben zu können. Dies würde bedeuten, dass das junge Weltklasse-Team dann am 14. Juli in Berlin das EM-Endspiel bestreiten würde.Doch bis dahin ist es ein langer Weg. Die Spanier werden am kommenden Samstag mit dem ersten Spiel gegen Kroatien (18 Uhr in Berlin) in die schwere Vorrunden-Gruppe B einsteigen.
La Furia Roja (der Spitzname des spanischen Teams) gewann die EM-Generalprobe am Samstag auf Mallorca überzeugend mit 5:1 gegen Nordirland. Von dort aus ging es per Flugzeug und Bus über Stuttgart am Sonntag nach Donaueschingen.
Die Stars
Nationaltrainer Luis de la Fuente kann in seinem jungen Top-Team auf einige Stars bauen, wie zum Beispiel Rodri (Manchester City) oder Pedri (FC Barcelona). Auch die beiden in der Bundesliga spielenden spanischen Asse Alejandor Grimaldo (Bayer Leverkusen) oder Dani Olmo (Leipzig) zählen zur Stammformation.
Weltstar Gavi hat es hingegen nach seiner Kreuzband-Verletzung nicht mehr zur EM gereicht.
Die Rahmenbedingungen
In Donaueschingen und auf den Plätzen des SV Aasen (Bezirksliga) werden die spanischen Weltfußballer in den kommenden Wochen die besten Bedingungen vorfinden. Sogar eine Workout-Abteilung in einem Zelt auf dem Aasener Tennisgelände wurde für die Spieler aufgebaut.
Nicht umsonst gilt der Öschberghof als zweitteuerstes EM-Quartier aller 24 teilnehmenden Mannschaften. Der Medienrummel auf der Baar dürfte groß werden.
Montagtraining bereits „ausverkauft“
Doch ein öffentliches Training wie am Montag (19 Uhr) unter den Augen von rund 500 ausgewählten Verbandsfunktionären und Vereinsvertretern aus Südbaden dürfte zu den Ausnahmen zählen. Per Losverfahren wurden die Besucher ausgewählt, eine Einheit von Luis de la Fuente und Co. beobachten zu können. Vielleicht kommt den spanischen Verantwortlichen auch die aufkommende Anregung aus der Region zu Ohren, dass ausgewählte Jugendmannschaften ebenso ein Training einmal besuchen dürfen. Je länger Rodri und Co. im Turnier bleiben, umso größer wird die Chance dafür sein.
Der Speiseplan
Die Spanier haben auch ein eigenes Küche-Team mitgebracht. Wer aber nun vermutet, dass vor allem Gerichte mediterranischer Art auf der Wunschliste (kam per Email zur Hotelleitung) stehen, täuscht sich. Einer der großen EM-Favoriten setzt auf der Baar vermehrt auf leichte, asiatische Gerichte.