Das Foto zeigt die Mitarbeiter der Sozialstation im Gründungsjahr 1976 mit dem ersten Fahrzeug. Foto:  

Die Pflege-Sozialstation Wiesental feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen.

Seit einem halben Jahrhundert sind die Mitarbeitenden der sozialen Einrichtung in der Krankenpflege unterwegs und unterstützen heute rund 800 Menschen daheim. Dafür sind 160 Menschen im Einsatz. Eine Unterstützung im Alter und bei Gebrechen wird den Kundinnen und Kunden in ihren eigenen vier Wänden angeboten. Die Pflege-Sozialstation ist für Einwohner der Gemeinden Steinen, Maulburg, Hasel, Schopfheim und Hausen sowie des gesamten Kleine Wiesentals bis Gresgen und Neuenweg zuständig.

 

Getragen wird die soziale Einrichtung von den Kirchengemeinden in diesem Gebiet. Ursprünglich waren Protestanten und Katholiken auf eigenen Wegen unterwegs, seit 1999 arbeiten sie jedoch gemeinsam und damit ökumenisch zusammen. Das Logo der Pflege-Sozialstation zeigt helfende Hände, die im Laufe der Jahre mehr geworden. Bunt symbolisieren sie die Hilfe auf mehreren Ebenen und dazu eine immer vielfältigere Gesellschaft.

Ambulanter Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst wurde mittlerweile um Unterstützer im Alltag und Essen auf Rädern erweitert. Neben der Demenzwohngemeinschaft im Gelben Haus in Steinen gibt es ein weiteres, gleiches Angebot am Eisweiher in Schopfheim. In den familiär und übersichtlich gestalteten Wohngemeinschaften betreut geschultes Personal Demenzkranke.

Im Mittwochs-Cafe und bei Freizeitaktivitäten erfahren Familien mit Demenzkranken Hilfe und Unterstützung.

Unter der Überschrift „Essen auf Rädern“ können sich Menschen, die im Alter lieber zu Hause als im Pflegeheim leben, Mahlzeiten bringen lassen. Dieses Angebot wird sehr gern angenommen und kommt nicht nur sprichwörtlich gut an.

Essen auf Rädern

Tanzend und spielerisch die Sturzprophylaxe mit dem Kurs „Neuro-Tango“.

Die ambulante Pflege ist die Kernkompetenz der Sozialstation. Wer Pflegehilfe benötigt und dennoch in seiner gewohnten Umgebung bleiben möchte, kann sich von qualifizierten Pflegerinnen und Pflegern in der häuslichen Krankenpflege begleiten lassen. Unter der Leitung von Christine Geiser und ihrer Stellvertreterin Beate Süßkoch stellt ein motiviertes und kompetentes Team die notwendige Unterstützung bereit. Besonders hervorzuheben sind menschliche Empathie und Zuneigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Pflegedienstleitung ist überzeugt davon, dass Menschen, die ihren Beruf als Berufung verstehen, Erfolgsgaranten für eine hochwertige Pflege sind.

Ökumenische Einrichtung

„Die Pflege“ – so heißt die Organisation, die aus einem Teil des Diakonischen Werkes hervorgegangen ist, wurde 1976 gegründet. Neu aufgestellt hat sich die Hilfe als eingetragener Verein im Jahr 1999. Mitglieder sind die Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden. Gewählte Vertreter der Gemeinden treffen sich zweimal jährlich zu einer Mitgliederversammlung. Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Rainer König fungiert als Kontrollorgan. David Grau leitet als Geschäftsführender Vorstand den Verein und die Organisation.

Was einst ohne eigene Räume unter dem Dach der Diakonie begann, ist heute auf zwei Etagen im Bürotrakt An der Wiese 24 in Schopfheim untergebracht. Vorstand David Grau legt großen Wert auf Ökologie und Kostenbewusstsein. Dies zeigt sich beispielsweise in der geplanten Photovoltaikanlage, die den Umbau des Fuhrparks auf E-Mobilität ergänzt.

Für Rainer König ist der Erfolg der Station eng mit Menschen verbunden: Dekan Helfried Heidler, unter dessen Amtszeit die Gründung der Station als Verein erfolgte. Er wurde für sein vielfältiges theologisches und soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Dazu der ehemalige Vorstand Georg Schenk, der sein Wissen weiterhin einbringt und die strategische Weiterentwicklung mit dem Ausbau des Angebots vorangetrieben hat. Unvergessen auch die ehemaligen Leiterinnen des Pflegedienstes Barbara Ittermann und Regina Spiering als Gesichter des pflegenden und sozialen Wirkens.

Rainer König betonte die solide Grundlage der Station, sowohl finanziell als auch in Bezug auf Kompetenz und menschliches Miteinander - Faktoren, die ihm am Herzen liegen.

Festgottesdienst

Im Jahr 2026 steht ein besonderes Jubiläum an, das so vielfältig und unterschiedlich gefeiert wird wie die Menschen, welche die helfende Gemeinschaft ausmachen.

Die Feierlichkeiten beginnen am 18. April um 16 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Katholischen Kirche St. Bernhard. Mit dabei sind der ehemalige Evangelische Stadtpfarrer von Schopfheim, Martin Schmitthenner und der Seelsorger der Katholischen Einheit Mittleres Wiesental, Michael Latzel. Anschließend treffen sich die geladenen Gäste im Katholischen Gemeindehaus zum Festakt.

Im Herbst ist ein Mitarbeiterfest geplant. Im Spätjahr gibt es ein offenes Haus für alle Interessierten.